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UBS revidiert Konzernziele

Die Grossbank UBS hat ihre Konzernziele revidiert und den einheitlichen Auftritt ihrer Geschäftseinheiten unter der Marke UBS beschlossen. Als Ziel wird eine Eigenkapitalrendite von durchschnittlich 15 bis 20 Prozent vorgegeben.

Die Grossbank UBS hat ihre Konzernziele revidiert und den einheitlichen Auftritt ihrer Geschäftseinheiten unter der Marke UBS beschlossen. Wie die Bank am Dienstag (14.12.) mitteilte, wird als Ziel eine Eigenkapitalrendite von durchschnittlich 15 bis 20 Prozent vorgegeben.

Gleichzeitig wird im Schnitt eine zweistellige jährliche Zuwachsrate des Gewinns pro Aktie angestrebt. Durch konsequentes Kostenmanagement und neue Initiativen in den einzelnen Divisionen soll das Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag verbessert werden. Und im Private Banking sowie bei den Anlagekunden wird ein starker Zuwachs an neuen Geldern als Ziel gesetzt. Der Konzern und die fünf Unternehmenseinheiten werden künftig alle unter dem Namen UBS in rot und dem schwarzen Schlüsselsymbol auftreten, wie die Bank weiter mitteilte.

Der Konzern erhält die Zusatzbezeichnung Financial Services Group. Die bisherige Investmentbank Warburg Dillon Read heisst neu UBS Warburg. Weiter beantragt die UBS bei der US-Börsenaufsicht die Registrierung ihrer Aktien und strebt danach die Kotierung an der New Yorker Börse an.

Weiter kündigte die Grossbank ein neues Aktienrückkaufprogramm mit anschliessender Vernichtung der UBS-Titel an; letztere muss von den Aktionären genehmigt werden. Der Rückkauf wird mit der laufenden Zunahme des Eigenkapitals als Folge der Gewinnentwicklung und der Reduktion des Risikoprofils begründet. In einer ersten Aktion hatte sie dieses Jahr bis Ende September bereits rund 8,6 Millionen eigene Aktien oder etwa vier Prozent aller UBS-Aktien zurückgekauft.

UBS-Chef will Private Banking 2000 zum Erfolg zurück führen

Die UBS will ihr enttäuschendes Private Banking im nächsten Jahr wieder auf Erfolgskurs bringen. Konzernchef Marcel Ospel setzt sich «persönlich dafür ein», wie er am Dienstag in Zürich sagte. Personelle Konsequenzen wurden nicht gezogen.

Die versammelten Analysten und Medienleute wollten am «Investor’s Day» der UBS wissen, wie es im kriselnden Geschäft mit den Privatkunden (Private Banking) weiter gehen soll. Konzernchef Marcel Ospel vertröstete auf das nächste Jahr. «Bis dann werden wir wieder auf Erfolgskurs sein, wie wir das im letzten Jahr im Investment Banking geschafft haben.»

Er selber wolle gewissermassen als «Turbo» dazu beitragen, dass das Private Banking wieder «auf allen Zylindern laufe», sagte Ospel. Der angepeilte Kunden- und vor allem Geldzuwachs war in letzter Zeit ausgeblieben. Der Gewinn vor Steuern ging in den ersten neun Monaten 1999 zurück.

Neue Informationspolitik

Die Grossbank UBS ändert ihre Informationspolitik gegenüber Anlegern und dem Publikum. Sie verzichtet in Zukunft auf die Veröffentlichung absoluter Ziele. Dafür will die UBS stärker über den Geschäftsverlauf der Divisionen informieren. Ein Grund für die Kursänderung ist, dass die UBS im ersten Halbjahr 2000 in New York an die Börse will (Nasdaq). Sie muss sich dazu der US-Börsenaufsicht SEC unterstellen. Dort gilt: Für jede quantitative Zielsetzung, die ein Unternehmen bekannt gibt, haftet es auch.

Als Prognose veröffentlicht die UBS daher nur noch zwei relative Zahlen, wie Ospel sagte. Erstens will die Grossbank den Gewinn pro Aktie um mindestens 10 Prozent pro Jahr steigern. Zweitens soll die Eigenkapitalrendite 15 bis 20 Prozent erreichen.

SRI und Agenturen

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