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Ungedeckte Kosten im Verkehr betragen jährlich mehrere Milliarden Franken

Im Verkehr fallen in der Schweiz jährlich ungedeckte Kosten von rund 10 Milliarden Franken an. Dies hat ein nationales Forschungsprogramm ergeben, das am Montag (13.09.) in Bern vorgestellt wurde.

Im Verkehr fallen in der Schweiz jährlich ungedeckte Kosten von rund 10 Milliarden Franken an. Dies hat ein nationales Forschungsprogramm ergeben, das am Montag (13.09.) in Bern vorgestellt wurde.

Das Nationale Forschungsprogramm ‚Verkehr und Umwelt‘ beziffert die ungedeckten Umwelt- und Unfallkosten des privaten Personenverkehrs auf der Strasse auf rund sieben Milliarden Franken im Jahr. Bis ins Jahr 2005 müsse mit einem Anstieg auf 7,7 Milliarden gerechnet werden. Der Güterverkehr sollte laut Studie die externen Kosten zu diesem Zeitpunkt dank der Schwerverkehrsabgabe voraussichtlich decken.

Als ‚Wege zur Kostenwahrheit‘ schlagen die Forschenden vor, in erster Linie beim privaten Personenverkehr auf der Strasse anzusetzen. So haben sie ausgerechnet, dass mit einer Umgestaltung der Verkehrssteuern, d.h. einer Kilometerabgabe von rund fünf Rappen pro Kilometer, die externen Kosten gedeckt werden könnten. Im Gegenzug könnte die Mineralölsteuer in eine CO2-Abgabe umgabaut und reduziert werden.

Die Autoren der Nationalfondsstudie schlagen weiter vor, Unterhalt und Betrieb der Autobahnen an selbständige Gesellschaften sowie Planung und Bau von Eisanbahn-Grossprojekten wie etwa der NEAT an private Infrastrukturgesellschaften zu übertragen.

Die Forschungsarbeiten sind laut Felix Walter, dem Leiter des Forschungsprogramms, als mögliche Bausteine für einen längerfristigen Umbau der preis- und Finanzierungsregeln im Verkehr zu betrachten. Für eine Realisierung wären Verfassungsänderungen notwendig, für die zuerst die nötige Akzeptanz gewonnen werden müsse.

SRI und Agenturen












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