Weitere Arbeitsmarkt-Verschlechterung
Die Wirtschaftskrise schlägt auf den Schweizer Arbeitsmarkt durch: Im Juni ist die Arbeitslosenquote um 0,2 Prozentpunkte auf 3,6 Prozent gestiegen. Letztmals so hoch war die Arbeitslosenquote vor gut drei Jahren.
Ökonomen hatten nur mit einer Quote von 3,4 bis 3,5% gerechnet. Insgesamt waren im Juni 140’253 Menschen ohne Arbeit, rund 5100 mehr als im Mai. Im Vergleich zum Juni vergangenen Jahres nahm die Zahl der Arbeitslosen um 48’776 oder 53,3% zu, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) mitteilte. Die Zahl der offenen Stellen betrug noch 14’855.
Auch die Jugendarbeitslosigkeit nahm zu: Die Zahl der 15- bis 24-Jährigen ohne Job erhöhte sich im Juni um 5,3% auf 22’464 Personen. Verglichen mit dem Vorjahr entspricht dies gar einem Anstieg von 70,6%.
Auch die Zahl der von Kurzarbeit betroffenen Personen stieg massiv: Im April – aktuellere Zahlen liegen dem Seco noch nicht vor – waren 27’907 Menschen mehr davon betroffen als im März. Das entspricht einer Zunahme von 68,0%. Die Zahl der Betriebe mit Kurzarbeit erhöhte sich um 506 auf 2712. Die ausgefallenen Arbeitsstunden stiegen um 10,0% auf 2’885’058 Stunden.
swissinfo.ch und Agenturen
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