Wunder bei der Bahn 2000
Die 1. Etappe der Bahn 2000 kommt voraussichtlich billiger - um ganze 20%. Diese Prognose stellten die SBB am Donnerstag (02.08.) anlässlich der Halbzeit beim Kernstück Mattstetten-Rothrist.
1994 bewilligte das Parlament 7,4 Milliarden für die Infrastruktur-Arbeiten im Rahmen der 1. Etappe von Bahn 2000. Die entsprechenden Bauten waren Ende Juni zu 70% fertiggestellt.
Beim Rückgrat der Bahn 2000, der Neubaustrecke Mattstetten-Rothrist, waren Ende Juni 806 Millionen des Gesamtkredits von 1’593 Millionen verbaut. Dieser Betrag wird laut Endkostenprognose der SBB um rund 100 Mio. Franken unterschritten.
Enger Zeitplan
Das unter dem Slogan «häufiger, schneller, direkter und komfortabler» laufende Projekt Bahn 2000 ist laut SBB im Zeitplan. Bis zur Inbetriebnahme der 1. Etappe Ende 2004 sind laut den Verantwortlichen jedoch keine Verschnaufpausen möglich.
Bis Ende 2004 entstehen mit Bahn 2000 total 160 km neue Gleise. Zum Fahrplanwechsel vom Juni konnten wichtige Passagen in Betrieb genommen werden. Dazu gehörte der Tunnel von Vauderens, der den Einsatz von Doppelstock-Wagen zwischen Bern und Lausanne erlaubt.
Schnellere Fahrzeiten
Die neue Linie Mattstetten-Rothrist ist 45,1 km lang. Die Züge werden dieses Kernstück von Bahn 2000 dereinst mit 200 km/h befahren können, was die Fahrzeit zwischen Bern und Zürich unter eine Stunde drückt. An den Bauarbeiten sind 123 Unternehmen mit 560 Angestellten beteiligt.
Durch die Inbetriebnahme der Doppelspur zwischen Onnens und Gorgier-St-Aubin NE auf der Jurasüdfusslinie wird die Fahrzeit auf dieser Strecke zwischen Lausanne und Zürich verkürzt.
swissinfo und Agenturen
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