Flugplatzgemeinde Emmen fordert Lärmentschädigung
Die Flugplatzgemeinde Emmen fordert eine angemessene Entschädigung für die durch den neuen Kampfjet F-35A verursachten Lärm. Der Gemeinderat begründet dies damit, dass der Lärm künftig "punktuell intensiver und im Alltag spürbarer" werde.
(Keystone-SDA) Der Bund sieht vor, in Emmen die Zahl der Starts und Landungen auf total 1090 pro Jahr zu beschränken, wie der Gemeinderat am Montag mitteilte. Möglich machen dies der vermehrte Einsatz von Simulatoren und längere Flüge.
Die Zahl der Flugbewegungen werde damit gegenüber heute ungefähr halbiert, erklärte der Gemeinderat. Die Lärmbelastung bleibe aber auf dem heutigen Niveau, weil die einzelnen Flugbewegungen lauter seien. «Genau das ist es, was die Menschen im Alltag spüren», wird Gemeindepräsidentin Ramona Gut-Rogger (FDP) in der Mitteilung zitiert.
Die Lärmbelastung durch die Militärjets treffe die Standortattraktivität, erklärte die Exekutive der Luzerner Vorortsgemeinde. Sie müsse deswegen durch den Bund «angemessen entschädigt werden».
Der Gemeinderat erklärte in der Mitteilung weiter, dass der Militärflugplatz seit jeher prägend für Emmen sei. Er sei wohl aber auch das umstrittenste Gebiet auf dem Boden der Gemeinde. Der Flugbetrieb diene zwar dem Schutz der Schweiz, sichere Arbeitsplätze und bringe Wertschöpfung. Die Belastungen würden aber fast ausschliesslich durch die Emmer Bevölkerung getragen.