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Frau wegen Vandalismus an Denkmal in Washington festgenommen

Keystone-SDA

Eine Frau ist in der US-Hauptstadt Washington festgenommen worden, weil sie das Denkmal für die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs beschmiert haben soll.

(Keystone-SDA) Die 41-Jährige aus dem US-Bundesstaat Kentucky werde der Sachbeschädigung am Eigentum der Vereinigten Staaten sowie der Zerstörung von Veteranendenkmälern beschuldigt, teilte Bezirksstaatsanwältin Jeanine Pirro auf X mit. Im Fall einer Verurteilung können für die Delikte demnach Strafen von bis zu zehn Jahren Haft verhängt werden.

In dem X-Beitrag ist ein Foto zu sehen, das die Frau beim Besprühen eines Teils des Denkmals zeigen soll. Laut dem Justizministerium hätten mehrere Menschen der Frau zugeschaut, wie sie sich bei der Aktion filmte. Die Tat ereignete sich demnach am Donnerstag.

Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump von Vandalismus an dem Denkmal gesprochen. «Es gibt keine grössere Beleidigung für die amerikanischen Helden, die im Zweiten Weltkrieg gefallen sind», schrieb er in Grossbuchstaben auf seiner Plattform Truth Social und ergänzte: «Erst der Reflecting Pool, jetzt das (…) Woher kommen diese Bestien???»

Ein anderer Vandalismus-Vorwurf schlug bereits Wellen

Das Denkmal grenzt an den «Reflecting Pool», ein Wahrzeichen im Herzen der US-Hauptstadt. Trump hatte vor Monaten kostspielige Renovierungsarbeiten für das rund 600 Meter lange Wasserbecken veranlasst, dem er einen blauen Schimmer verleihen wollte. Nur wenige Tage nach dem Ende der Arbeiten färbten Algen das Wasser allerdings grün.

Trump führte das auf Vandalismus zurück. Daraufhin geriet der frühere Olympiasportler David Hearn ins Visier der Justiz, ein Verfahren wurde angestossen. Doch vor wenigen Wochen beantragte die Staatsanwaltschaft, es einzustellen. Eine nachträgliche Untersuchung habe ergeben, dass die Schäden an der Beckenauskleidung nicht auf Vandalismus zurückzuführen waren – sondern auf gravierende Baumängel, die das beauftragte Bauunternehmen zu verantworten habe.

Der US-Präsident reagierte darauf mit scharfer Kritik: Die Bezirksstaatsanwältin Pirro, eine langjährige Vertraute Trumps, wurde vom Präsidenten öffentlich an den Pranger gestellt, weil sie die von ihm unterstützte Klage in der Sache hatte fallenlassen. Er stimme Pirro «zu 100 Prozent nicht zu», schrieb der Republikaner auf seiner Plattform Truth Social. «Ich verstehe nicht, was sie sich dabei gedacht hat?» Trump beharrte darauf, dass es bei seinem Herzensprojekt, der Renovierung des Wasserbeckens, sehr wohl zu Vandalismus gekommen sei.

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