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Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer

Das war vielleicht ein Abstimmungssonntag! Dank umstrittenen Vorlagen wurde es so spannend wie selten. Nun beginnt aber die politische Umsetzung – und damit der Start neuer Debatten.

Herzliche Grüsse aus Bern

Stimmlokal
Keystone / Anthony Anex

Abstimmungssonntag: Nach dem Urnengang kommen die Debatten

Das war zweifellos einer der spannendsten Abstimmungssonntage der letzten Jahre. Dafür gesorgt haben vor allem die Kampfjetbeschaffung und der Wolfschutz – zwei Vorlagen, deren Ausgang bis am späten Nachmittag völlig offen waren.

Gerade mal 50,1% haben sich für die Beschaffung neuer Kampfjets ausgesprochen. Damit schrammte die Armee haarscharf an einem Debakel vorbei.

Ebenso wurde das Jagdgesetz mit 51,9% knapp abgelehnt. Manche Kommentatoren sprechen von einem Graben zwischen den Bergkantonen und dem Rest des Landes.

Das vielleicht wichtigste Geschäft war jedoch die Begrenzungsinitiative. Diese wurde vom Souverän mit grosser Mehrheit bachab geschickt – eine Schlappe für die SVP und ein klares Votum für den bilateralen Weg mit der EU.

Klar fielen auch die übrigen zwei Vorlagen aus: Nach der deutlichen Unterstützung des Vaterschaftsurlaubs spricht man im Pro-KomiteeExterner Link schon über eine Elternzeit. Und die UBS hat übrigens gleich angekündigtExterner Link, zu den zwei Wochen Vaterschaftsurlaub noch gleich zwei weitere draufzulegen.

Eindeutig war das NeinExterner Link zu den Kinderabzügen. Die komplizierte Vorlage konnte nicht überzeugen – auch stiess vielen sauer auf, dass hauptsächlich gut Verdienende davon profitiert hätten.

Urne
Keystone

Und noch einige ergänzende Infos zu diesem hochpolitischen Sonntag

Hier finden Sie unsere Berichterstattung und die Resultate des Abstimmungssonntags.

Das Abstimmungsfazit des Politologen Georg Lutz finden Sie auf SRF NewsExterner Link – und die Einschätzung von Claude Longchamp auf swissinfo.ch

Neben den nationalen Abstimmungen gab es auch zahlreiche kantonale Urnengänge. Hier finden SieExterner Link die Übersicht von SRF News.

Hans Keller
Diplomatische Dokumente der Schweiz, Online-Datenbank

Schweiz-Albanien: 50 Jahre diplomatische Beziehungen

Die Schweiz anerkannte während des Kalten Kriegs auch kommunistische Staaten ohne grosses Aufheben. Nur beim kleinen Balkanstaat Albanien machte sie eine Ausnahme.

Das stramm kommunistisch geführte Land war mausarm – und zudem noch völlig isoliert und politisch unbedeutend. Die Volksrepublik Albanien blieb bis 1970 der letzte ungeteilte Staat, mit dem Bern keine offiziellen Kontakte unterhielt.

Dass das bilaterale Verhältnis zuletzt doch noch verbessert wurde, hatte vor allem mit einem Mann zu tun: Der Diplomat Hans Keller überzeugte praktisch im Alleingang die Schweizer Behörden. Seine Geschichte ist ein Lehrstück über die Gestaltung diplomatischer Beziehungen.

  • Lesen Sie hier unseren Artikel vom Dodis-Historiker Thomas Bürgisser.
  • Auch über das frühere Verhältnis zu den kommunistischen Staaten China und Jugoslawien können Sie bei uns nachlesen.

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