Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer
Schnelle, unbürokratische Aufenthalte für Opfer aus den Erdbebengebieten in der Türkei und Syrien: Funktioniert nicht so gut, sagt eine kurdischstämmige Nationalrätin.
Beste Grüsse
Rekordwanderung für einen Wolf aus den Bündner Bergen: Er hat fast 2000 Kilometer bis nach Ungarn geschafft.
GPS-Sender sei Dank: das Tier mit der Bezeichnung M237 hat mit 1927 Kilometern die längste je aufgezeichnete Wanderung eines Wolfs absolviert.
Wölfe tun gut daran, das Schweizer Territorium schnellstmöglich zu verlassen. Denn hier wurde ihr Schutz in den letzten Jahren massiv aufgeweicht. Neuerdings dürfen sie gar präventiv abgeschossen werden.
Im letzten Juni überquerte der Wandervogel im Pelz die Landesgrenze und zog zielstrebig via Österreich nach Ungarn.
Instinktiv erfüllte damit das 2021 geborene Tier eine hohe Aufgabe der Natur: M237 dürfte, so die Annahme, den Gen-Pool der Karpatenwölfe um seine aussergewöhnlichen Schweizer Gene bereichern.
- Bündner Wolf macht Rekord-Wanderung nach UngarnExterner Link – Bericht im Blick.
- Parlament gibt grünes Licht für präventiven WolfsabschussExterner Link – SRF News von letztem Dezember.
- Die Schweiz schützt den Wolf weiterhin umfassend – SWI-Bericht zur Volksabstimmung vom September 2020.
«Fast-Track-Verfahren»: Sie sind eine der humanitären Antworten der Schweiz auf das verheerende Erdbeben in der Türkei und Syrien.
Die Opferbilanz ist tieftraurig: über 55’000 Tote und 125’000 Verletzte.
Die «auf der Überholspur», also mit Priorität behandelten Einreisevisa sind für Türk:innen gedacht, die beim Erdbeben ihr Haus oder ihre Wohnung verloren haben. Damit sollen sie rasch zu ihren Familienangehörigen in die Schweiz kommen können.
Für die grüne Nationalrätin Sibel Arslan, Kurdin aus der Türkei, dauert das beschleunigte Verfahren immer noch zu lange. «Es könnten mehr Visa sein, und es könnte schneller gehen», sagt sie.
Sie erhalte fast jeden Tag mehrere Nachrichten von Menschen, die überfordert seien mit diesen Gesuchen.
Die Hürden für ein Schnell-Visum sind tatsächlich hoch: Bedingung ist ein Pass oder ein Not-Pass, dazu müssen die Angehörigen in der Schweiz mit hohen Summen für Krankenkasse – hier müssen 30’000 Franken hinterlegt werden –, Reise sowie Kost und Logis bürgen.
- Sind die Fast-Track-Visa für Türkei und Syrien zu langsam?Externer Link – Bericht von SRF News.
- Erdbebenopfer in der Türkei und Syrien: Visum im Fast-Track-VerfahrenExterner Link – Merkblatt des Staatssekretariats für Migration (auch in Türkisch).
- Kaum Visa für SyrerExterner Link – Bericht der Tagesschau des ersten deutschen Fernsehens (ARD).
Zuerst konnte die Schweizer Regierung nicht genug Impfstoff gegen Covid einkaufen. Jetzt folgt die grosse Vernichtungsaktion.
Eine der Nachwehen der Pandemie, die paradox anmutet: Die Schweiz sitzt auf über 12 Mio. Impfdosen. Und kaum mehr jemand lässt sich impfen. Trotzdem wird die Regierung weitere 11,6 Millionen Impfungen kaufen.
Fast pervers dagegen ist, dass alle Fläschchen mit den Impfdosen laut Gesundheitsbehörde mindestens sechs Monate nach der Auslieferung vernichtet werden müssen.
Zwar ist eine Spende an die internationale Impfkampagne Covax möglich. Nur legen nicht selten die Herstellerfirmen ihr Veto dagegen ein. Dieses mussten ihnen die Regierungen für die schnellen und grossvolumigen Lieferungen zusichern.
- Die grosse Verschwendung von Impfstoffen – SWI-Bericht von Simon Bradley und Pauline Turuban.
- Warum die Schweiz so viele Covid-Impfdosen vernichtetExterner Link – Bericht von SRF News von letztem Oktober.
- Impfstoffe in Rekordzeit: Künstliche Intelligenz leistet Beitrag zur Wissenschaft – Beitrag von SWI-Kollegin Sara Ibrahim von Januar 2021.
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Alle reden von der Credit Suisse, fast niemand von der Vogelgrippe.
Dabei stecken sich immer wieder Hühner, Enten oder Gänse mit dem Vogelgrippevirus an. Auch in der Schweiz.
Das Virus könne auch auf Katzen und Hunde überspringen, sagt Gertraud Schüpbach, Professorin für Veterinärmedizin an der Universität Bern.
Was die Gefahr für die Menschen angeht, kann sie immerhin Entwarnung geben: Mit dem neuen Virus gebe es weniger Infektionen beim Menschen und vor allem viel weniger schwere Verläufe.
Ein hoher Preis droht aber dem Hausgeflügel wie den Wildvögeln: Vielen von ihnen droht die Tötung respektive starkes Dezimieren oder gar das Aussterben.
- Vogelgrippe in der Schweiz: Für wen besteht aktuell Gefahr?Externer Link – SRF News.
- «Neue Seuchensituation» bei der Vogelgrippe – aber am Eiermangel ist sie nicht schuldExterner Link – Watson.
- Vogelgrippe: Korrekte Deklaration der Freiland-Eier ist fälligExterner Link – Appell des Konsumentenschutzes.
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