Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer
Das CS-Debakel sorgt für volle Ränge im Parlament: An einer Sondersession sollen die Milliardenkredite für die Rettung der Grossbank abgesegnet werden. Einige Parteien wollen ihr Ja an Bedingungen knüpfen. Das führt zu hitzigen Diskussionen.
Freundliche Grüsse aus Bern
CS-Sondersession: Bonusverbot für Grossbanken gefordert.
Das Geld ist gesprochen, die Credit Suisse gerettet. 109 Mrd. Franken beträgt die Garantie des Bundes, daran kann auch die Sondersession nichts mehr ändern. Ein Nein hat keinen Einfluss auf die gesprochenen Milliarden, sendet jedoch ein klares Signal an den Bundesrat – und an die Banker:innen.
Die SVP lehnt die 109-Mrd.-Garantie ab und befindet sich damit auf der Linie der SP, die den Krediten nur zustimmen will, wenn ein Boniverbot eingeführt wird. Auch die Grünen überlegen sich ein Nein. Die FDP, die Mitte und die GLP wollen die Kredite ohne weitere Bedingungen genehmigen.
- Lesen Sie hierExterner Link, was an der Sondersession debattiert wurde.
- So haben die Aktionär:innen an der historischen letzten GV der CS auf den Niedergang ihrer Bank reagiert.
- Der Untergang der Credit Suisse erschütterte die ganze Welt.
Neuer Versuch mit E-Voting startet zu den nächsten Abstimmungen.
Abstimmen via Mausklick – der Traum vieler Auslandschweizer:innen. Ob er dereinst wahr wird, ist ungewiss. Doch der E-Voting-Pilotversuch, der im Juni 2023 startet, lässt neue Hoffnung aufkeimen.
Bereits bei den nächsten Abstimmungen vom 18. Juni 2023 können Auslandschweizer:innen ihre Stimme online abgeben. Sofern sie aus den Kantonen Basel-Stadt, St. Gallen oder Thurgau kommen, denn diese machen als Versuchskantone mit. Der Pilotversuch soll bis 2025 dauern.
Gegner:innen des E-Votings sind ebenfalls schon in den Startlöchern und prangern – neben den Risiken für die Sicherheit und Demokratie – Kosten in Millionenhöhe an.
- Den Artikel zum neusten E-Voting-Versuch finden Sie hierExterner Link (Bezahlartikel).
- E-Voting sei unnötig, sagt ein Politologie-Professor in diesem Artikel.
- Um überhaupt aus dem Ausland abstimmen zu können, müssen sich Auslandschweizer:innen im Stimm- und Wahlregister eintragen.
Eine Aargauerin macht Schokolade fairer.
Schokolade ist süss, ihre Produktion oftmals weniger. Die Aargauerin Silvia Dingwall setzt sich mit ihrem Verein ein, um die Lebensbedingungen der ländlichen Bevölkerung in der Elfenbeinküste zu verbessern. Aus diesem Land stammen über ein Drittel der Kakaobohnen, die weltweit zu Schokolade verarbeitet werden.
Damit die auf den Plantagen verbreitete Kinderarbeit bald der Vergangenheit angehört, unterstützt Dingwall die Ivorer:innen mit Kursen in den Bereichen Gesundheit, Trinkwasserversorgung, Arbeitsteilung in Familien und «Frauen Empowerment«.
Ein Fokus ihrer Arbeit ist die Bildung. Sie hilft ivorischen Familien, ihre Kinder zur Schule schicken, damit Armut und Kinderarbeit in den Kakao-Dörfern bekämpft werden können.
- Lesen Sie hierExterner Link, wie Silvia Dingwall die Kakao-Dörfer in der Elfenbeinküste unterstützt (Bezahlartikel).
- Aus diesem Grund steigen die Preise für Schokolade stetig an.
- Kommt die Schokolade der Zukunft aus dem Labor?
Ein Dorf bereitet seine Evakuation vor.
Oberhalb von Brienz GR bröckelt es. Und zwar gewaltig. Am Felshang über dem Dorf liegt das sich am schnellsten bewegende Geröll der Schweiz. Bis jetzt waren es einzelne Steine, die ins Tal rollten. Aber auch ein Felssturz, der 2008 die Kantonsstrasse zerstörte.
Nun droht eine noch grössere Gefahr: Ein ganzer Teil des Hanges könnte dieses Jahr abstürzen und das Dorf unter Millionen von Kubikmetern Fels begraben.
Um dieser Gefahr zu entgehen, hat die Gemeinde beschlossen, die Evakuierung vorzubereiten. Damit niemand mehr im Ort ist, wenn der Berg ins Tal donnert.
- Die Brienzer:innen werden diese Woche informiert, wie eine Evakuierung vorzubereiten istExterner Link (Bezahlartikel).
- Auch dem Schweizer Dorf Mitholz droht eine Umsiedlung – aus anderen Gründen als in Brienz.
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