Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer
Nein und nochmals Nein: Der Nationalrat hat sich auch am zweiten Tag der Sondersession zum Niedergang der Credit Suisse nicht erweichen lassen. Der Frust der Parlamentarier:innen war deutlich spürbar, der Kompromissvorschlag des Ständerats wurde erneut abgelehnt. Das Geld für die CS fliesst trotzdem, nun ohne den Segen des Parlaments.
Freundliche Grüsse aus Bern
Nationalrat sagt zweimal Nein zu Milliardenkrediten für die Credit Suisse.
Nachdem der Ständerat am ersten Tag der Sondersession die Rettungskredite des Bundes für die Credit Suisse in der Höhe von 109 Mrd. Franken gutgeheissen hatte, wurden sie vom Nationalrat mit einem deutlichen Nein abgelehnt.
Am zweiten Sessionstag wurde im Parlament versucht, das Nein zu einem Ja zu biegen. Jedoch erfolglos: Der Ständerat sagte am Mittwochmorgen erneut Ja und hat einem Kompromissvorschlag zugestimmt, der dem Nationalrat entgegenkommen soll.
Der Nationalrat blieb aber beim Nein und hat die Notkredite abgelehnt. Die Sondersession ist somit beendet und das Nein ein deutlicher Rüffel für den Bundesrat und die Finanzdelegation des Bundes.
- Lesen Sie hierExterner Link, wie das Parlament am zweiten Tag der Sondersession debattierte.
- Die Parlamentarier:innen machen an der Sondersession ihrem Ärger über das CS-Debakel Luft. Das waren die wichtigsten AussagenExterner Link.
- Eine der meistgestellten Forderungen an der Sondersession war die nach höheren Eigenkapitalquoten. Unser Experte erklärt, was das das bringt.
Wenn Auslandschweizer:innen das Abstimmungsresultat entscheiden.
Hätten bei den Nationalratswahlen 2019 einzig die Auslandschweizer:innen gewählt, wären die Grünen (GPS) die stärkste Partei gewesen. Das schreibt der Politologe Claude Longchamp in seinem ersten Beitrag unserer Wahlbeobachtungsserie «Der Aussenblick».
Im Vergleich zu den Stimmberechtigten in der Schweiz stimmen Auslandschweizer:innen in aller Regel behördentreuer ab. Ebenfalls lässt sich ein deutlich progressiveres Abstimmungsverhalten feststellen.
In ganz seltenen Fällen – wenn eine Vorlage knapp ist – können die Schweizer:innen im Ausland das Zünglein an der Wage darstellen: So zum Beispiel bei der Radio- und Fernsehgebühr (2015), wo die Auslandschweizer:innen der Gebühr zur Annahme verholfen haben.
- Auch bei einer anderen Abstimmung dürften gemäss Claude Longchamp die Auslandschweizer:innen das hauchdünne Resultat beeinflusst haben.
- Rückkehr aus den Philippinen: Wie eine Familie ihre Kinder auf die Einschulung in der Schweiz vorbereitet.
Wenn die Rente nicht zum Überleben reicht.
Der Monat ist noch nicht um, doch das Portemonnaie schon leer. So geht es gemäss einer neuen Studie Zehntausenden von Senior:innen. Die Beiträge aus AHV und Pensionskasse reichen oftmals einfach nicht aus.
Was viele nicht wissen: Es gibt Ergänzungsleistungen zur AHV. Diese können bei der lokalen Ausgleichskasse beantragt werden.
Doch die Hürden sind hoch: Es gibt Senior:innen, die bewusst auf die Ergänzungsleistungen verzichten, weil sie nicht vom Staat Hilfe beziehen möchten. Dieses Stigma gilt es gemäss Pro Senectute zu vermeiden. Denn was viele falsch verstehen: Ergänzungsleistungen sind per Definition keine Sozialhilfe
- Im Beitrag von SRF wird erklärt, wie man behutsam eine Bekannte oder einen Verwandten auf Ergänzungsleistungen aufmerksam macht oder wie man sie beantragtExterner Link.
- Altersarmut in der Schweiz ist ein Schicksal vieler Pensionär:innen.
- Jahrelange Gratisarbeit kann dazu führen, dass im Alter nicht genug Geld übrig bleibt. Zum Beispiel die Pflege von Angehörigen, wie dieser Beitrag zeigt.
Auf zum Jupiter: Europäische Sonde macht sich auf den Weg.
Ihre Reise ist weit und lang: Die Sonde der europäischen Mission zum Jupiter wird acht Jahre unterwegs sein. Drei davon soll sie den Gasplaneten und seine drei Eismonde umkreisen und hoffentlich mehr über sie erfahren.
Morgen, am 13. April, startet der Jupiter Icy Moons Explorer (Juice). Mit an Bord ist auch Technik aus der Schweiz: Die Universität Bern hat hat Juice mit einem Neutralgas- und Ionenmassenspektrometer ausgerüstet, mit dem die Monde des Jupiters genauer untersucht werden können.
Es gibt Anzeichen, dass sich auf diesen Monden grössere Wasserozeane befinden. Und Wasser kann Leben bedeuten. Ob die Jupiter-Mission da etwas entdecken wird? Wir werden es erfahren – in ein paar Jahren.
- Unser Video zeigt, wie die Sonde Juice zum Jupiter kommt und was sie dort tun wird.
- Ursprünglich wollte die Europäische Mission zusammen mit der Nasa zum Jupiter, diese ist aber aus finanziellen Gründen ausgestiegenExterner Link, wie die NZZ schreibt. (Bezahlartikel).
- Der Planet Mars hat schon von diversen Sonden Besuch erhalten, die 2018 gelandete «Insight» war ein Erfolg, an dem auch Schweizer Forschende beteiligt waren.
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