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Frau mit vielen Blumensträussen sitzt im Nationalratsaal im Bundeshaus

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer

Sie war 1984 die erste Frau im Schweizer Bundesrat, musste dann aber 1989 nach einem Insider-Telefonanruf, den sie aus dem Bundeshaus an ihren Ehemann machte, zurücktreten: Elisabeth Kopp war eine Politpionierin. Jetzt ist sie im Alter von 86 Jahren gestorben.

Beste Grüsse aus Bern

Elisabeth Kopp leistet nach ihrer Wahl in den Bundesrat 1984 im Nationalratssaal den Amtseid
Keystone

Elisabeth Kopp, die erste Frau in der Schweizer Regierung, ist tot.

Kopp, die 1984 in den Bundesrat einzog, wurde 86 Jahre alt.

Die Freisinnige konnte ihrer Rolle als Vorreiterin für eine stärkere Vertretung der Frauen in der Schweizer Regierung jedoch nicht gerecht werden: Nach einem Skandal musste Kopp 1989 zurücktreten.

Ihr wurde ein Telefonanruf aus ihrem Büro im Bundeshaus zum Verhängnis. Darin hatte sie ihrem Ehemann nahegelegt, aus dem Verwaltungsrat einer Firma zurückzutreten, die unter Verdacht der Geldwäscherei stand.

Später mehrten sich Stimmen, die davon ausgingen, dass ihr Insider-Tipp per Telefon als Grund für einen Rücktritt nicht ausreichend gewesen wäre.

Nach langen Jahren in der Versenkung tauchte Kopp vor wenigen Jahren wieder in der Öffentlichkeit auf. Insbesondere auch anlässlich des 50-Jahre-Jubiläums der Einführung des Frauenstimmrechts in der Schweiz 2021.

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Militärjet nach der Landung mit Bremsfallschirm
Keystone

Einst war der Nationalstolz Frankreichs auch der Stolz der Schweizer Luftwaffe: Die Mirage. Am 25. Mai wird in Payerne ihre europäische Dernière steigen.

Die französische Mirage mit den charakteristischen Dreieckflügel kostete dem damaligen Schweizer Verteidigungsminister Paul Chaudet in den 1960er-Jahren den Kopf – zum Glück nur politisch. Ihr Kauf endete für die Bundeskasse, also die Steuerzahlenden, in einem finanziellen Fiasko.

1970 kostete eine Mirage einem jungen Piloten fast das Leben: Hans Ulrich Jost konnte sich gerade noch mit dem Schleudersitz retten. Sonst hätte ich später Jost nicht als aussergewöhnlichen, inspirierenden, vernetzt denkenden und klar vermittelnden Geschichtsprofessor erlebt.

Die Mirage sind schon lange ausgemustert. Sie flog aber dennoch weiter – als letzte ihres Typs in Europa. Nun wird auch damit Schluss sein: Ein letztes Mal hebt sie am 25. Mai auf dem Militärflugplatz Payerne ab. Das Ticket kostet zivile Fans nur eine Kleinigkeit.

Weltkarte mit Schweizer Kreuz über der Schweiz
Kai Reusser / swissinfo.ch

Keine Militärhilfe an die Ukraine, dafür 259-facher Milliardensegen für die Übernahme der Credit Suisse: Was ist los mit der Schweiz?

«Arrogant, obstruktiv und moralisch verblendet» wirkten Länder, die sich weigerten, Partei zu ergreifen, schrieb die Washington Post jüngst zum Festhalten der Schweiz an der strikten Neutralität.

Die Botschafter der USA und Deutschlands in der Schweiz stimmten in den Kanon ein, wenn auch (minim) diplomatischer.

Das Image der Schweiz draussen in der Welt ist aktuell grad etwas ramponiert. Auch wegen dem – bis zuletzt kaum für möglich gehaltenen – Fiasko der Credit Suisse.

Eines aber ist immer noch gleich: Die Tourist:innen kommen in die Schweiz, und lieben sie. Also kein Grund zur Beunruhigung.

Mädchen in der Schule, das angestrengt nachdenkt
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Der swissinfo.ch-Schwerpunkt des Tages: Künstliche Intelligenz.

«Tschätt-Tschi-Pi-Ti»: Plötzlich sprachen alle über ein Phänomen mit dem kryptischen Namen ChatGPT. Von Antworten auf simple Fragen bis zum Verfassen ganzer Uni-Arbeiten: Fast alles soll dieser Tausendsassa können, glaubte man den Berichten.

Als ich dann dieses künstliche Hirn nach meiner Person abfragte, folgte die Ernüchterung: Fünf Jahre jünger – nehme ich gerne. Aber ich habe definitiv keine Bücher mit den Titeln «Eritrea – Afrikas Schweiz?» und «Die dunkle Seite der Seidenstrasse» geschrieben. Fake News total. Also höchste Zeit für meinen SWI-Kollegen Marc-André Miserez, sich dieses – menschengemachte – angebliche Superding näher anzuschauen.

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