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Parlamentarier:innen geben Selenski einen tosenden Applaus.

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer

Sie war mit viel Spannung erwartet worden: Die Rede von Wolodimir Selenski vor dem Schweizer Parlament. Der ukrainische Präsident dankte der Schweiz per Video für das Mittragen der Sanktionen gegen Russland – und bat um die Wiederausfuhr von Waffen. Wegen kurzzeitiger IT-Probleme erreicht Sie unser Briefing heute etwas später als sonst.

Freundliche Grüsse aus Bern

Parlamentarier:innen geben Selenski einen tosenden Applaus.
© Keystone / Peter Klaunzer

Wolodimir Selenski erntet für Video-Ansprache im Schweizer Parlament Standing Ovations.

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat sich am Donnerstag per Video aus Kiew ans Schweizer Parlament gewandt. Zuerst bedankte er sich für das Mittragen der Sanktionen gegen Russland. Dann bat er die Parlamentarier:innen, sich für die Wiederausfuhr von Waffen einzusetzen, die in der Schweiz hergestellt worden waren. Entsprechende Vorstösse sind noch immer hängig; zur Ausmusterung von 25 Leopard-2-Panzern, damit sie an den deutschen Hersteller zurückverkauft werden können, hatte der Nationalrat am Mittwoch Ja gesagt.

Selenskis Rede wurde am zweitletzten Tag der Sommersession in den Nationalratssaal übertragen. Die Reihen der rechtskonservativen SVP blieben – wie im Vorfeld angekündigt –weitgehend leer. Durch die Live-Übertragung der Ansprache eines Präsidenten, dessen Land sich im Krieg befindet, ergreife die Schweiz Partei und gefährde so ihre Neutralität, begründete SVP-Fraktionschef Thomas Aeschi das Fernbleiben seiner Partei.

Im Vorfeld von Selenkis Rede waren mehrere Internetseiten der Bundesverwaltung zur Zielscheibe von Cyberangriffen geworden. Zu den Angriffen bekannten sich prorussische Aktivisten. Die Rede selbst ging dann allerdings ohne technische Pannen über die Bühne.

Ein Recherche-Team des Tages-Anzeigers nahm derweil die Schweizer Zollstatistik genauer unter die Lupe. Die Daten liessen vermuten, dass Russland auch dank modernster Technologie aus der Schweiz Waffen produziere, schreiben die Autoren.


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