Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer
Sie war mit viel Spannung erwartet worden: Die Rede von Wolodimir Selenski vor dem Schweizer Parlament. Der ukrainische Präsident dankte der Schweiz per Video für das Mittragen der Sanktionen gegen Russland – und bat um die Wiederausfuhr von Waffen. Wegen kurzzeitiger IT-Probleme erreicht Sie unser Briefing heute etwas später als sonst.
Freundliche Grüsse aus Bern
Wolodimir Selenski erntet für Video-Ansprache im Schweizer Parlament Standing Ovations.
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat sich am Donnerstag per Video aus Kiew ans Schweizer Parlament gewandt. Zuerst bedankte er sich für das Mittragen der Sanktionen gegen Russland. Dann bat er die Parlamentarier:innen, sich für die Wiederausfuhr von Waffen einzusetzen, die in der Schweiz hergestellt worden waren. Entsprechende Vorstösse sind noch immer hängig; zur Ausmusterung von 25 Leopard-2-Panzern, damit sie an den deutschen Hersteller zurückverkauft werden können, hatte der Nationalrat am Mittwoch Ja gesagt.
Selenskis Rede wurde am zweitletzten Tag der Sommersession in den Nationalratssaal übertragen. Die Reihen der rechtskonservativen SVP blieben – wie im Vorfeld angekündigt –weitgehend leer. Durch die Live-Übertragung der Ansprache eines Präsidenten, dessen Land sich im Krieg befindet, ergreife die Schweiz Partei und gefährde so ihre Neutralität, begründete SVP-Fraktionschef Thomas Aeschi das Fernbleiben seiner Partei.
Im Vorfeld von Selenkis Rede waren mehrere Internetseiten der Bundesverwaltung zur Zielscheibe von Cyberangriffen geworden. Zu den Angriffen bekannten sich prorussische Aktivisten. Die Rede selbst ging dann allerdings ohne technische Pannen über die Bühne.
Ein Recherche-Team des Tages-Anzeigers nahm derweil die Schweizer Zollstatistik genauer unter die Lupe. Die Daten liessen vermuten, dass Russland auch dank modernster Technologie aus der Schweiz Waffen produziere, schreiben die Autoren.
- Falls Sie Selenskis Rede verpasst haben, können Sie diese auf der SRF-Seite nachschauenExterner Link.
- Dort finden Sie auch Überblick über die Staatschefs, die bisher im Schweizer Parlament eine Rede halten durften.Externer Link
- Hier geht es zur Recherche des Tages-AnzeigersExterner Link zur Ausfuhr von Schweizer Hightech-Produkten nach Russland.
- Die NZZ hat sich vertieft mit den Cyber-Angriffen der vergangenen TageExterner Link auseinandergesetzt.
- Und hier erfahren Sie mehr zum Entscheid des Nationalrats, 25 stillgelegte Leopard-2-Panzer auszumustern.
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Zunehmende Trockenheit: Warum das «blaue Gold» der Schweiz unter Druck kommt.
Ob Seen, Flüsse oder Bäche: An Wasser mangelte es der Schweiz traditionell nie. Nicht umsonst wird sie gerne und oft auch als «Wasserschloss Europas» bezeichnet. Doch die Trockenperioden, die in den letzten 20 Jahren zugenommen haben, drohen auch in der Schweiz zu einem Problem für die Wasserversorgung zu werden. Bisher wurde der Schweizer Wasserkonsum kaum erfasst. Nun brauche es dringend neue Lösungen, schreibt unsere Kollegin Sara Ibrahim in ihrem Hintergrundbericht.
Probleme anderer Art mit dem Wasser gibt es in der Innerschweiz: Der Blick berichtet von einem Golfplatz in Küssnacht im Kanton Schwyz, dessen Nachbarn und Nachbarinnen sich über Bauchweh beklagen. Sie sind überzeugt, dass die auf dem Golfplatz eingesetzten Pestizide das lokale Quellwasser verseuchen und krank machen. Die Pestizide werden eingesetzt, um den Rasen «gepflegt, schön dicht und sattgrün zu halten». Fest stehe: In mehreren Quellen rund um den Golfplatz in Küssnacht am Rigi sind in den letzten Monaten hohe Werte von Pestiziden gemessen worden.
- Lesen Sie hier unseren Hintergrundartikel: «Wassermangel: Warum das blaue Gold der Schweiz unter Druck kommt».
- «Dieser Golfplatz macht den Nachbarn BauchwehExterner Link» – Bericht des «Blick» über verunreinigtes Trinkwasser in Küssnacht am Rigi.
- Zum Thema passt auch der SRF-Beitrag «Kaum Regen in der Schweiz – Dürre in DeutschlandExterner Link«.
Die Tücken der künstlichen Intelligenz: Wo steht die Schweiz in Sachen Regulierung?
Ob Social Media, Medizin, Chatbots, Texte schreiben oder teilautonome Fahrzeuge – die künstliche Intelligenz (KI) hat sich in unserem Alltag eingenistet, ob es uns gefällt oder nicht. Inzwischen sind sich fast alle einig: Die KI darf nicht machen, was sie will. Die Europäische Union und der Europarat sind daran, Gesetze zu entwerfen. Und wo steht in dieser Frage die Schweiz?
Dieser Frage ist unser Kollege Christian Raaflaub nachgegangen.
- Wo steht die Schweiz bei der Regulierung von künstlicher Intelligenz? Lesen Sie hier die Standortbestimmung.
- Passend dazu: Die Maschine und die Moral zu den ethischen Aspekten der Problematik.
- Watson hat aufgelistet, was man zur geplanten KI-Regulierung durch die EUExterner Link alles wissen muss.
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Gefährliches Flug-Training: In Baar berühren sich zwei Patrouille Suisse-Flieger.
Bei einem Kunstflug-Training der Patrouille Suisse haben sich am Donnerstagvormittag zwei Flugzeuge vom Typ Tiger F-5 touchiert. Dabei löste sich ein Teil einer beteiligten Maschine und stürzte auf ein Firmengelände in Baar im Kanton Zug. Laut der Armee konnten beide Flugzeuge sicher landen, die Piloten blieben unverletzt. Der Zwischenfall ereignete sich beim Training für das Eidgenössische Jodlerfest in Zug vom kommenden Wochenende.
- Wer den Beinahe-Zusammenstoss der beiden TigerExterner Link anschauen möchte, findet dazu auf der Seite von 20 Minuten ein Video.
- Auch auf der Internetseite der Luzerner Zeitung ist ein Augenzeugen-VideoExterner Link aufgeschaltet. (Paywall)
- Hier geht es zum Blick-Bericht über den «Schreckmoment am HimmelExterner Link«.
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