Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer
Dreimal Ja gab es gestern in der Schweiz für die eidgenössischen Vorlagen. Bei den Schweizer Stimmberechtigten im Ausland ist diese Zustimmung noch deutlicher ausgefallen. Drei Kantone haben E-Voting-Versuche durchgeführt, welche rege genutzt wurden.
Herzliche Grüsse aus Bern
So haben die Auslandschweizer:innen abgestimmt.
Grüner und regierungstreuer als die Stimmberechtigten im Inland. So lässt sich das Abstimmungsverhalten von Auslandschweizer:innen beschreiben. Und auch dieses Mal haben sie wieder in diesem Sinn abgestimmt.
Das mit 59,1% Ja-Stimmen angenommene Klimagesetz erhielt von den Schweizer:innen im Ausland 76,8% Zustimmung, eine extreme Abweichung. Normalerweise liegt die Differenz zwischen den Auslandschweizer:innen und den Stimmberechtigten in der Schweiz unter 10%.
Den anderen beiden Vorlagen haben die Auslandschweizer:innen noch deutlicher zugestimmt. Bei der OECD-Steuervorlage sagten sie mit 85,9% Ja (CH-Stimmberechtigte 78,5%) und beim Covid-Gesetz sagten 68,7% der Auslandschweizer:innen Ja (CH-61,9%).
- Lesen Sie hier die Analyse meines Kollegen Balz Rigendinger zum Abstimmungsverhalten der Auslandschweizer:innen vom vergangenen Sonntag.
- Abstimmen via Mausklick, das war dieses Mal wieder möglich. Die Post hat einen neuen E-Voting-Versuch durchgeführt, was die Auslandschweizer:innen gefreut hat – Analyse meiner Kollegin Emilie Ridard.
- Hier finden Sie alle Resultate der gestrigen Abstimmungen mit Übersicht über das Stimmverhalten der Kantone – Artikel von SWI swissinfo.ch.
- Würden nur die Voten der Auslandschweizer:innen zählen, wären die Abstimmungen schon oft anders ausgegangen, wie Politologe Claude Longchamp in seiner Analyse festhält.
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Was kommt mit dem angenommenen Klimagesetz auf uns zu?
Die Schweizer Stimmberechtigten haben das revidierte Klimagesetz an der Urne gutgeheissen. Vor zwei Jahren noch haben sie dem CO2-Gesetz eine Abfuhr erteilt, jetzt ist die Stimmung eine andere.
Die Mehrheit der Bevölkerung befürwortet also staatliche Massnahmen, welche die Umwelt schützen sollen. Doch wie genau diese aussehen werden und welche Auswirkungen sie auf das tägliche Leben haben werden, ist vielen noch unklar.
Eine Studie aus diesem Jahr sagt, dass das Netto-Null-Ziel bis 2050 machbar ist. Sogar ohne Importstrom. Doch der Strom für den zusätzlichen Bedarf müsse auf den Schweizer Dächern produziert werden. Ein Experte hält fest, dass das Ziel nicht erreicht werden kann, ohne dass persönliche Gewohnheiten geändert werden.
- Wie sieht die Schweiz 2050 aus, und mit welchen Mitteln kommen wir dahin? Meine Kollegen Samuel Jaberg und Luigi Jorio haben die Zukunft skizziert.
- Das Klimagesetz wurde von den Schweizer:innen deutlich angenommen, wie sie in unserer Analyse nachlesen können. Wie fest sich die Gewinner:innen gefreut haben, können Sie hier in unserem Video schauen.
- Die Schweizerische Volkspartei (SVP) hatte gegen das revidierte Klimagesetz das Referendum ergriffen und ist damit an der Urne gescheitert. Doch sie ist nicht allein, auch die Sozialdemokratische Partei (SP) musste eine Schlappe einstecken – Artikel der NZZExterner Link. (Paywall)
In Basel wurde eine Spinne für 22,5 Mio. Franken verkauft.
In der vergangenen Woche waren Unterkünfte in Basel nur zu horrenden Preisen zu haben. Warum? Es war Art Basel. Die wichtigste Kunstmesse der Welt macht die Stadt für eine Woche zum Parkett der reichen, kunstinteressierten und hippen Menschen.
Das Kunstwerk, das auch ausserhalb dieser Szene viel Aufmerksamkeit erhalten hat, ist eine Spinnenskulptur der Künstlerin Louise Bourgeois. Der Wandschmuck mit Albtraum-Potenzial wurde für 22,5 Millionen US-Dollar verkauft.
Am Sonntag ist die Art Basel zu Ende gegangen. Die Messe meldet 82’000 Besucher:innen und gute Verkäufe. Die Werke der verstorbenen Louise Bourgeois gehörten zu den Topsellern, gleich mehrere wurden zu Millionenbeträgen verkauft.
- Neben den Werken von Bourgeois haben an der Messe auch Gemälde anderer bekannter Künstler wie Klee oder Picasso die Hand gewechselt – Übersicht über verkaufte Kunst in Millionenhöhe von 20 MinutenExterner Link.
- Die Art Basel zieht positive Bilanz – Artikel von WatsonExterner Link.
- Ein Rothko dürfte wohl zu den teuersten Werken an der Messe gehört haben – lesen Sie hier im Artikel vom Blick, für wie viel Geld er gehandelt wurdeExterner Link.
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Was passiert nun mit all dem Geröll ob Brienz?
Wie Sie an dieser Stelle am Freitag lesen konnten, ist in Brienz GR der Berg gekommen. In der Nacht auf Freitag ist am Hang über dem Dorf ein grosser Schuttstrom niedergegangen.
Zum Glück haben die Gesteinsmassen das seit Wochen evakuierte Dorf knapp verfehlt. Die Brienzer:innen dürfen aber vorerst nicht in ihre Häuser zurück. Noch ist unklar, ob noch mehr Gestein herunterkommen wird.
Für den riesigen Geröllhaufen, der nun oberhalb von Brienz liegt, gäbe es jedenfalls schon einen Abnehmer. Offenbar würden Interessierte aus den Niederlanden den Schutt gern kaufen, um damit Dämme zu bauen.
- Lesen Sie hier nach, wie Brienz auf die Anfrage aus den Niederlanden reagiert hatExterner Link – Artikel von Nau.
- Der Hang hat sich in der Nacht gelöst, als ihn die wartenden Kameras nicht filmen konnten. Auf diesen Vorher-Nachher-Bildern sehen sie aber dennoch deutlich das Ausmass des BergrutschesExterner Link – Artikel von SRF.
- Schon 1877 ging ein Felssturz knapp an Brienz vorbei – SRF erklärt, warum das Dorf ein zweites Mal verschont wurdeExterner Link.
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