Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Ich gehöre zu den Menschen, die auch in kalte Gewässer springen. So wagte ich mich im April in den kalten Lago Maggiore (13 Grad) und vor zwei Wochen sprang ich in den kühlen Sempachersee (15 Grad). Nach einer zehn Tage andauernden Hitzewelle in der Schweiz hat sich die Temperatur des Sempachersees jedoch bereits um ganze 8 Grad erhöht – auf über 23 Grad.
Damit ist er nicht allein: Laut aktuellen Daten weisen derzeit 24 der 32 grössten Schweizer Seen für diese Jahreszeit Rekordtemperaturen auf. Forschende warnen vor Folgen für Ökosysteme, Wasserqualität und Fischbestände.
Freundliche Grüsse
Der gestrige Messerangriff in Winterthur, bei dem drei Menschen verletzt wurden, sorgt in der Schweiz für Entsetzen und löst eine neue Debatte über islamistische Radikalisierung, psychische Erkrankungen und Behördenversagen aus.
Wie am Tag der Tat bekannt wurde, war der mutmassliche Täter, ein 31-jähriger schweizerisch-türkischer Doppelbürger, den Sicherheitsbehörden seit Jahren als IS-Sympathisant bekannt. Er wurde kurz vor der Tat aus einer psychiatrischen Klinik entlassen. Die Klinik sei schockiert und tief betroffen von den Ereignissen und hat umgehende eine externe Untersuchung eingeleitet. Die NZZ zeichnet heute das Profil eines «labilen Eigenbrötlers» nach.
Zürichs Sicherheitsdirektor Mario Fehr sprach von einem «Terrorakt» und bezeichnete die Entlassung aus der Psychiatrie als entscheidenden «Kipp-Moment» sowie die Vorgehensweise der Mediziner:innen als offensichtliche Fehleinschätzung. Politiker:innen aus mehreren Parteien fordern nun härtere Massnahmen gegen radikalisierte Straftäter:innen bis hin zum Entzug des Bürgerrechts und einer Ausschaffung. Eine Ausbürgerung ist rechtlich möglich, wenn das Verhalten eines Doppelbürgers oder einer Doppelbürgerin den Interessen oder dem Ansehen der Schweiz in schwerwiegender Weise schadet.
Der Fall rückt auch die Winterthurer sowie die Schweizer Islamistenszene erneut ins Zentrum. Laut Bundesanwaltschaft laufen derzeit mit 140 Verfahren so viele Verfahren wegen jihadistisch motiviertem Terrorismus wie noch nie.
Laut US-Behörden sollen Schweizer Firmen das iranische Regime unterstützen, indem sie eine Schattenflotte von Öltankern managen und Transaktionen zur Finanzierung der Revolutionsgarden abwickeln.
Eine Recherche der SRF-Rundschau zeigt, wie Schweizer Firmen laut US-Behörden in ein Netzwerk zur Umgehung der Iran-Sanktionen eingebunden sein sollen. Im Zentrum stehen Genfer, Zuger und Zürcher Unternehmen, die Öltransporte, Finanzgeschäfte und Investitionen für ein iranisches Firmengeflecht abgewickelt haben sollen.
Das Netzwerk um Hossein Shamkhani, den Sohn eines engen Beraters des getöteten Ayatollah Ali Chamenei, soll iranisches Öl über die sogenannte Schattenflotte nach China und Indien verkauft haben. Zudem soll er dem Putin-Regime iranische Raketen und Drohnen liefern und im Gegenzug russisches Öl erhalten. Für dessen Transport sollen auch Tanker von Firmen des Genfer Unternehmers Mathieu Philippe eingesetzt worden sein. Seine Firmen stehen seit 2025 auf der US-Sanktionsliste.
Eine weitere Spur führt zur Zürcher MBaer Merchant Bank, gegen die die Bundesanwaltschaft ermittelt. Laut US-Behörden sollen über die Bank mehr als 60 Millionen Dollar im Zusammenhang mit den iranischen Revolutionsgarden transferiert worden sein. Die Bank und ihr Gründer weisen die Vorwürfe zurück.
Die Affäre um eine Liebesbeziehung am Bundesgericht spitzt sich weiter zu: Neben der laufenden Untersuchung zu möglichen Unvereinbarkeiten rückt nun auch der Verdacht einer versteckten Überwachung in den Fokus.
Beim Wohnhaus des involvierten Bundesrichters Yves Donzallaz im Wallis ist laut Medienberichten eine versteckte Kamera in einer Hecke entdeckt worden. Der Richter soll sie Anfang April gefunden haben – wenige Wochen vor der Weltwoche-Enthüllung über seine Beziehung zu Richterin Beatrice van de Graaf.
Donzallaz erstattete Strafanzeige bei der Polizei und übergab das Gerät den Behörden. Die Walliser Generalstaatsanwaltschaft bestätigte den Eingang der Anzeige. Offen ist nun, ob die von der Weltwoche verwendeten Bildbeweise im Zusammenhang mit dieser Kamera stehen könnten. Der Journalist und alt SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli äusserte sich nicht zu seinen Quellen. Auch Donzallaz war früher SVP-Mitglied, verliess aber die Partei nach einem Streit.
Der Fall sorgt derweil auch politisch und juristisch weiter für Diskussionen. Das Bundesgericht hat eine externe Untersuchung eingesetzt. Zudem fordert der frühere Bundesgerichtspräsident Ulrich Meyer in einem Interview mit CH Media Rücktritte und spricht von einer Vertrauenskrise.
Es ist heiss in der Schweiz. Der Mai 2026 endet so warm wie noch nie. Auch die Temperaturen der Schweizer Gewässer verzeichnen für diese Jahreszeit reihenweise Höchstwerte. Das hat unangenehme Folgen für Badende und ist eine Bedrohung für die Fischwelt.
24 der 32 grössten Schweizer Seen weisen derzeit Oberflächentemperaturen auf, wie sie für diese Jahreszeit noch nie gemessen wurden. Dazu gehören unter anderem Zürichsee, Genfersee, Lago Maggiore, Vierwaldstättersee und Brienzersee.
In den letzten zehn Tagen haben sich die Seen im Schnitt um fast sieben Grad erwärmt. Der Zürichsee misst derzeit knapp 21 Grad, der Genfersee 19,4 Grad, der Sempachersee sogar über 23 Grad. Der üppige Sonnenschein hat die Wasseroberflächen aufgeheizt.
Fachleute warnen vor Folgen für Badende: Blaualgen, Bakterien und Entenflöhe (Zerkarien) breiten sich im warmen Wasser schnell aus. Für die Fischwelt sei die Erwärmung eine «erhebliche Bedrohung», sagt Klimaforscherin Martine Rebetez. Besonders betroffen sind Forellen und Saiblinge, die kühles, sauerstoffreiches Wasser brauchen und bei länger anhaltenden Temperaturen über 20 Grad gefährdet sind. Auch die winterliche Durchmischung der Seen nimmt ab, was die Sauerstoffversorgung in der Tiefe verschlechtert und das Ökosystem zusätzlich belastet.
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