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Rettungskräfte bereiten sich vor

Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Am Tag zwei nach dem Jahrhundertbeben in Venezuela steigt die Opferzahl weiter, Zehntausende werden noch vermisst. Internationale Rettungskräfte sind unterwegs oder bereits in Venezuela angekommen, um Überlebende zu suchen und Verschüttete zu bergen. Darunter 80 Rettungskräfte der Schweizer Rettungskette, die heute Mittag in Caracas gelandet sind. Die Zeit drängt – und das Leid der betroffenen Bevölkerung wird noch lange anhalten.

Vor dem Abflug liefen noch die letzten Vorbereitungen für die Rettungskräfte am Zürich Flughafen.
Vor dem Abflug liefen am Flughafen Zürich noch die letzten Vorbereitungen für die Rettungskräfte. Ennio Leanza / AFP

Nach den beiden fatalen Erbeben sind in der vergangenen Nacht 80 Rettungskräfte der Schweizer Rettungskette mit Suchhunden und Rettungsmaterial nach Venezuela aufgebrochen. Ihr Ziel ist klar: Leben retten.

Auch rund 42 Stunden nach den Erdbeben könnten Menschen noch lebend aus den Trümmern geborgen werden, sagt Einsatzleiter Sebastian Eugster. Allerdings stellten die hohen Temperaturen vor Ort eine besondere Herausforderung dar. Eugster erklärt: «In den Trümmern staut sich die Hitze, so dass Überlebende nicht sehr lange ohne Wasser aushalten.»

Heute Mittag Schweizer Zeit ist der Sonderflug aus der Schweiz in Caracas gelandet. Zehn Tage lang dauert der Einsatz in Venezuela. Bereits am Donnerstagabend startete ein Rega-Jet mit sieben Spezialist:innen des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe, die die Bedürfnisse vor Ort abklärten und für die reibungslose Einreise der Rettungskette Schweiz sorgten.

Neben der Schweiz haben weitere Länder Rettungsteams entsandt, darunter El Salvador, die Dominikanische Republik, Deutschland und Mexiko. Auch Schweizer Hilfswerke wurden aktiv, wie etwa die Glückskette mit einer Online-Spendeaktion. Da die lokalen Strukturen wohl rasch überlastet seien, will sich die Glückskette zunächst auf Nothilfe wie provisorische Unterkünfte, Zugang zu sauberem Trinkwasser oder medizinische Versorgung konzentrieren. Je nach Situation können auch längerfristige Massnahmen ergriffen werden, um den Menschen eine Zukunftsperspektive zu geben, wie die Zeitungen von CH Media schreiben.

Strafvollzug
Der NDB-Bericht hält fest: «Grösste und akuteste Bedrohung für Europa bleibt Russland.» Keystone / Urs Flueeler

Die Sicherheitslage der Schweiz hat sich laut dem Nachrichtendienst des Bundes (NDB) weiter verschlechtert. Das Fazit: «Keine Entwarnung.»

«Grösste und akuteste Bedrohung für Europa bleibt Russland; seine hybride Konfliktführung wird aggressiver und trifft die Schweiz direkt», heisst es im NDB-Bericht «Sicherheit Schweiz 2026». Die Gefahren reichen vom Cyberraum über Spionage und kritische Infrastrukturen bis hin zu gewaltbereitem Extremismus und einer erhöhten Terrorbedrohung.

Auch beim Thema Sabotage steht unter anderem Russland im Fokus: Es nutze die Schweiz als Stützpunkt im Herzen Europas, um an Informationen über andere Staaten und internationale Organisationen zu gelangen. Zudem gehe viel Desinformation von Russland aus. Als Beispiel nennt NDB-Direktor Serge Bavaud das russische Staatsmedium «Russia Today», das 2025 rund einen Viertel mehr Beiträge zur Schweiz veröffentlicht habe als im Vorjahr. Das Narrativ: Die Schweiz befinde sich im Niedergang.

Doch auch die Bedrohung aus der Ferne rücke näher: In wenigen Jahren könnten Irans Lenkwaffen grössere Teile Europas erreichen. «Das schützende Umfeld der Schweiz erodiert», sagt Bauvad.

Stärker als in anderen Jahren hebt der Nachrichtendienst die Rolle der USA unter Präsident Donald Trump hervor. «Die amerikanische Aussen- und Sicherheitspolitik ist unberechenbar und weniger verlässlich geworden», sagt Bauvaud. Die Regierung um Trump wende sich von einer regelbasierten Ordnung ab.

Rohnegletscher
Rohnegletscher im Kanton Wallis: Der Gletscherschwundtag dürfte Ende Juni bereits erreicht sein. Matthias Huss, ETH Zürich

Auch die Schweizer Gletscher ächzen unter der Hitzewelle. Laut Berechnungen dürften sie ihre Winterreserven bereits am kommenden Montag aufgebraucht haben – es wäre der zweitfrüheste Gletscherschwundtag, den es je gegeben hat.

Konkret bedeutet das: Die Schweizer Gletscher haben dann alles an Volumen verloren, das sie über den Winter aufgebaut haben. Normalerweise wird dieser Punkt erst im August erreicht, sagt der Gletscherforscher Matthias Huss gegenüber SRF. Derzeit fliesst so viel Schmelzwasser von den Schweizer Gletschern, dass damit alle sechs Sekunden ein olympisches Schwimmbecken gefüllt werden könnte.

Für das frühe Eintreten des Gletscherschwundtages ist nicht nur die aktuelle Hitzewelle verantwortlich. Auch früher im Jahr herrschende Bedingungen hätten Gletscher stärker schmelzen lassen: «Einerseits hatten wir wiederum einen viel zu schneearmen Winter. Das heisst, die Schutzschicht der Gletscher ist schlecht», sagt Huss. Zudem sei die Sommerwärme früh gekommen, mit einer ersten Hitzewelle im Flachland bereits im Mai.

Nun belastet die aktuelle Hitzewelle die ohnehin angeschlagenen Gletscher weiter. «Alle warmen Temperaturen, die wir im Juli und August mit grosser Sicherheit sehen werden, führen direkt zu langfristigem Gletscherverlust», sagt Huss. Für den Gletscherforscher steht fest: 2026 wird sehr viel Eis verloren gehen.

Handgepäck vor der Kontrolle am Flughafen
Einfacheres Reisen: Mit den neuen Regeln können Flüssigkeiten bei der Kontrolle in der Tasche bleiben. Keystone / Claudio Thoma

Neue Technologien machen es möglich: Ab heute gelten am Flughafen Zürich neue Regeln für Flüssigkeiten im Handgepäck. Doch einige Punkte müssen noch immer beachtet werden.

Shampoo in kleine Reisebehälter abfüllen – und gefühlt die Hälfte daneben leeren – oder vor der Kontrolle schnell die Wasserflasche austrinken: Wer vom Flughafen Zürich abfliegt, kann sich das ab heute sparen. Neue Regeln bei der Sicherheitskontrolle erlauben es, Flüssigkeiten wie Wasser, Shampoo oder Creme in Mengen bis zu zwei Litern im Handgepäck mitzuführen. Zudem können diese – wie auch elektronische Geräte – bei der Kontrolle in der Tasche bleiben.

Möglich macht dies eine moderne Generation von Computertomografie-Scannern (CT-Scannern), die vom Flughafen Zürich verwendet werden. Damit zähle der Flughafen zu den «Vorreitern in Europa, wenn es darum geht, moderne Sicherheitstechnologie mit möglichst reibungslosen Reiseablauf zu verbinden», schreibt die NZZ.

Einige Punkte gilt es weiterhin zu beachten: Doppelwandige Flaschen wie Thermosflaschen dürfen nur leer mitgenommen werden, da der Scanner ihren Inhalt aufgrund der Mehrschichtigkeit nicht zuverlässig erkennen kann. Wer analog fotografiert, sollte seine Filme zur manuellen Kontrolle separat vorweisen, da der CT-Scanner sie beschädigen könnte. Und: Die neuen Regeln gelten nicht für Transferpassagiere. Wer in Zürich umsteigt, fliegt weiterhin nach den alten Flüssigkeitsregeln.

Zudem gelten an Flughäfen, die die neue CT-Technologie noch nicht verwenden, nach wie vor die alten Flüssigkeitsbeschränkungen. Ganz verschwunden sind damit das Umfüllen und Austrinken vor der nächsten Flugreise also doch nicht.

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