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Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Der Regen lässt weiterhin auf sich warten – darunter leidet nicht nur mein mittlerweile völlig verdorrter Basilikum auf dem Balkon.

Die jüngste Sorge betrifft die Binnenschifffahrt auf dem Rhein, einer äusserst wichtigen Handelsader für die Schweiz, die mit Basel über einen privilegierten Zugang zur Nordsee verfügt. Derzeit müssen jedoch viele Frachtschiffe vor Anker bleiben.

Gute Lektüre!

Rund 8% der in die Schweiz importierten Güter werden über den Rhein transportiert.
Rund 8% der in die Schweiz importierten Güter werden über den Rhein transportiert. Keystone/DPA/Federico Gambarini

Der anhaltende Niederschlagmangel hat erhebliche Auswirkungen auf den Gütertransport auf dem Rhein, der Basel mit der Nordsee verbindet. Der Wasserstand des Flusses befindet sich auf einem historischen Tiefstand. Deutschland hat bereits Massnahmen ergriffen, um den Transport so weit wie möglich sicherzustellen. Auch in der Schweiz treten jedoch Probleme auf.

Bei niedrigen Wasserständen müssen die Schiffe, die noch fahren können, ihre Ladung reduzieren. Das treibt die Transportkosten in die Höhe und setzt die Lieferketten unter Druck. Keystone/SDA nennt das Beispiel eines Tankers mit Erdölprodukten, der am Montag in Basel mit nur einem Fünftel seiner üblichen Ladung anlegte.

Die Versorgung der Schweiz ist derzeit nicht gefährdet. Wie das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL) mitteilt, können Engpässe bis zu einem gewissen Grad durch die Lagerbestände der Unternehmen und durch eine Steigerung der inländischen Produktion ausgeglichen werden. Lebenswichtige Güter können zwar auf Schiene und Strasse transportiert werden, dies ist jedoch mit zusätzlichen Kosten verbunden. Die Basler Wirtschaftsverbände sind besorgt und haben in der vergangenen Woche Massnahmen gefordert, um ähnliche Situationen in Zukunft bewältigen zu können. Sie schlagen unter anderem den Ausbau der Infrastruktur und die Förderung technischer Innovationen für Schiffe vor.

Einige deutsche Bundesländer haben das Fahrverbot für Lastwagen an Sonn- und Feiertagen gelockert. Ein SRF-Experte relativiert jedoch die Wirksamkeit dieser Massnahme: «Selbst wenn die Lastwagen gross genug wären und jederzeit fahren dürften, braucht es auch Fahrer, und diese zu finden, ist alles andere als einfach.»

Mann klebt Kleber auf Fracht Donated by Switzerland
Die westlichen Länder geben weniger für Entwicklungshilfe aus, die Schweiz bildet da keine Ausnahme. Keystone / Michael Buholzer

Weltweit wird weniger Geld für Entwicklungshilfe ausgegeben, und die Folgen sind spürbar, wie Schweizer Hilfsorganisationen gegenüber SRF erklären.

Laut den neusten Daten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) haben ihre 38 Mitgliedländer im Jahr 2025 23% weniger für Entwicklungshilfe ausgegeben als im Vorjahr. Das entspricht einem Rückgang um 40 Milliarden Dollar. Auch die Schweiz hat im vergangenen Jahr 110 Millionen Franken aus ihrem Budget für Entwicklungsprojekte gestrichen und plant, bis 2028 weitere 321 Millionen einzusparen.

Weniger Geld bedeutet weniger Hilfe für Menschen in Krisengebieten und die Organisationen müssen auf ihre Projekte verzichten oder diese einschränken. Dies gilt beispielsweise für Heks, die humanitäre Organisation der reformierten Kirchen der Schweiz, und für Helvetas, deren Verantwortliche von SRF befragt wurden.

Karolina Frischkopf von Heks erklärt, dass die von den USA und Europa eingesparten Gelder in den ohnehin schon notleidenden Gebieten Elend und Tod verursachen. In einem im Mai veröffentlichten Artikel hat die medizinische Fachzeitschrift The Lancet berechnet, dass bis 2030 «etwa 9,4 Millionen Menschen, darunter 2,5 Millionen Kinder unter fünf Jahren, aufgrund dieser Kürzungen seitens der OECD-Länder sterben werden». Trotz dieser Zahlen befürchten humanitäre Helfer:innen, dass sich die Krise im humanitären Sektor noch weiter verschärfen wird.

Thomas Gasser, Initiator des Projekts
Thomas Gasser, Initiator des Projekts. SRF / David Kunz

Wenn Sie dachten, der Schweiz wären die Möglichkeiten zum Schutz der Privatsphäre und des Vermögens der Superreichen ausgegangen, haben Sie sich getäuscht. Im Herzen des Brünig-Massivs entsteht derzeit ein Projekt, das einem James-Bond-Film würdig ist: der «Brünig Mega Safe».

Es handelt sich um ein gigantisches System künstlicher Kavernen, die direkt in den Alpenfelsen gegraben wurden und denjenigen, die es sich leisten können, einen unzerstörbaren Zufluchtsort für ihre wertvollsten Besitztümer bieten sollen. Kunstwerke, Goldbarren, Oldtimer, Weine: Unter dem Berg ist Platz für alles. Angesichts der geopolitischen Unsicherheit ist dies ein boomender Markt, wie RTS berichtet.

Dies hat der Unternehmer Thomas Gasser erkannt, der das Projekt in Lungern im Kanton Obwalden ins Leben gerufen hat. Ab nächstem Jahr werden etwa zwanzig Tresorräume zur Verfügung stehen, die zu einem Mindestpreis von fast einer Million Franken verkauft werden – für 99 Jahre.

«Der Vorteil ist, dass der Kunde Eigentümer ist. Er verfügt über eine eigene Parzellennummer im Kataster und kann den Tresorraum sogar belasten», erklärt der Projektinitiator. Mehrere Personen haben bereits unterschrieben.

Ein eingestürztes Gebäude in Manizales.
Ein eingestürztes Gebäude in Manizales. Copyright 2026 The Associated Press. All Rights Reserved

Nach dem schweren Erdbeben in Kolumbien hat Bundespräsident Guy Parmelin seine Solidarität bekundet und erklärt, dass die Schweiz bei Bedarf Unterstützung leisten werde.

Das Erdbeben der Stärke 7,4 ereignete sich am Montag um 7:34 Uhr Ortszeit. Das Epizentrum lag in der Nähe von San José del Palmar im Westen des Landes. Die zuletzt veröffentlichte Bilanz beläuft sich auf 181 Tote und 1300 Verletzte. Zudem sind in den Departementen Chocó, Caldas, Risaralda und Valle del Cauca schwere Schäden an Spitälern, Flughäfen und Strassen zu verzeichnen. Nach den dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) vorliegenden Informationen befinden sich derzeit keine Schweizer Staatsangehörigen unter den Opfern. In Kolumbien sind rund 2800 Schweizer:innen registriert.

Die zuständigen Stellen des EDA prüfen derzeit, ob und in welcher Form die Schweiz Hilfe leisten kann. Dazu gehört auch die Möglichkeit, Fachleute zu entsenden. Bislang liegen jedoch noch keine konkreten Angaben vor.

«Unsere Gedanken sind nach dem Erdbeben beim kolumbianischen Volk», erklärte Parmelin auf Englisch auf X. Die Botschaft der Schweiz reiht sich in die vieler anderer Länder ein. Israel und die USA, Verbündete des neuen kolumbianischen Präsidenten Abelardo de la Espriella, waren die ersten, die ihre Hilfe anboten.

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