Gemeinde Crans-Montana stützt ihren Präsidenten Nicolas Féraud
Die Gemeinde Crans-Montana hat nach der fast elfstündigen Anhörung ihres Präsidenten Nicolas Féraud vom Montag reagiert. In einer auf ihrer Website veröffentlichten Erklärung schliesst sie sich der Position des Angeklagten an.
(Keystone-SDA) Die Behörden weisen ebenso wie Férauds Rechtsanwalt Christian Delaloye darauf hin, dass der Gemeinderat seit 2017 ausnahmslos allen Anträgen auf Personalaufstockung, die vom ehemaligen und vom derzeitigen Leiter der Abteilung für öffentliche Sicherheit gestellt worden waren, systematisch stattgegeben habe. Die Gemeinde habe in Bezug auf die Sicherheit nie eine Haushaltsgrenze festgelegt, teilte diese mit.
Von 2017 bis 2024 sei die Zahl der Vollzeitstellen von 1 auf 5 Personen gestiegen, wodurch die Abteilung für öffentliche Sicherheit der Gemeinde zu einer der personell grössten des Kantons geworden sei. Seit 2024 und bis zur Tragödie in der Silvesternacht wurde vom Amt für öffentliche Sicherheit gemäss Ausführungen der Gemeinde kein neuer Antrag auf Personalaufstockung gestellt.
Keine konkreten Probleme 2023
Was die Prüfung der Gemeindeverwaltung im Jahr 2023 betrifft, so sei es nicht ihr Ziel gewesen, eine bestimmte Abteilung zu analysieren, sondern einige Jahre nach der Fusion jeden Abteilungsleiter, teilte die Gemeinde weiter mit. 2017 hatten sich die Gemeinden Chermignon, Montana, Randogne und Mollens zu Crans-Montana zusammengeschlossen.
«Der Bericht wies auf kein konkretes Problem in einer bestimmten Abteilung hin», heisst es in der Mitteilung. «Von den Abteilungsleitenden wurde nichts Beunruhigendes festgestellt, und auch der Autor der Prüfung hat nichts dergleichen aufgezeigt.»