Eidgenössisch-Demokratische Union
Der Berner Christian Waber, Nationalrat und ehemaliger Parteipräsident der Eidgenössisch-Demokratischen Union (EDU), zu den Ansichten seiner Partei.
swissinfo: Für welche Werte steht die Eidgenössisch-Demokratische Union?
Christian Waber: Unsere Partei, die Eidgenössisch-Demokratische Union, steht ein für Eigenverantwortung und Freiheit, für Gottesfurcht, Wahrhaftigkeit, Gerechtigkeit, für Arbeit und Ruhe, für Menschenwürde und für das Eigentum.
swissinfo: Welches sind die Kernanliegen der EDU?
C.W.: Die Kernanliegen kommen eigentlich aus unseren Werten heraus. Es ist die Familie. Und zwar definieren wir das ganz klar. Eine Familie ist für uns ein Mann, eine Frau und eventuell Kindern. Das ist unser Kernanliegen.
Wir wollen keine Liberalisierung von Drogen, und zwar von allen Drogen. Wir kämpfen also auch gegen Alkohol-Exzesse.
Wir wollen festhalten an einem umfassenden Lebensschutz, das heisst von der Zeugung bis zum natürlichen Tod. Deshalb sind wir gegen Abtreibung, aber auch gegen Euthanasie. Dort setzen wir uns sehr stark ein.
Wir wollen auch die Regeldichte vermindern, damit die kleineren und mittleren Unternehmen wirklich in der Eigenverantwortung eine ethische Wirtschaftspolitik leben können, die nicht durch den Staat eingeengt wird.
swissinfo: Welches sind die Wahlkampfthemen Ihrer Partei?
C.W.: Wir wollen alle Stimmbürgern und Stimmbürgerinnen darauf aufmerksam machen, dass unsere Partei einen demokratischen Zusammenhalt von Menschen bedeutet, die sich engagieren in Verantwortung.
Wir wollen, dass die ganze Schweiz und alle Stimmbürger und Stimmbürgerinnen unsere Werte kennen. Wir wollen, dass wir glaubwürdig auftreten und dass wir berechenbar sind und auch so wahrgenommen werden.
swissinfo-Interview: Christian Raaflaub
Die Eidgenössisch-Demokratische Union (EDU) wurde 1975 ursprünglich als protestantische Partei gegründet, nachdem sie sich von der Evangelischen Volkspartei der Schweiz (EVP) abgespaltet hatte. Sie ist sehr konservativ eingestellt und stützt sich auf das Evangelium.
Im Eidgenössischen Parlament konnte sie 1995 einen Sitz erkämpfen, 2003 einen zweiten. Die EDU ist ausserdem in einigen Parlamenten von Kantonen der Deutschschweiz vertreten.
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