Ungarisches Millenniumsfest in Bern
Der ungarische Nationalfeiertag, der Stephanstag, ist dieses Jahr ein ganz besonderer Tag. Denn: Ungarn als Staat christlicher Prägung nahm im Jahr 1000 seinen Anfang. In Bern wurde das Millenniumsfest am Sonntag (20.08.) im Wankdorf gefeiert.
Stephan war der Sohn eines mächtigen Landesfürsten. Im Jahr 1000 wurde er vom Papst Silvester II zum ersten König Ungarns gekrönt, heisst es in einer Pressemitteilung der Botschaft der Republik Ungarn in Bern. Nach 1000 Jahren stehe Ungarn «in wieder errungener Freiheit da» und suche wie schon unter König Stephan den Anschluss an Europa.
In Bern wurde der Stephanstag mit einem ganztägigen Familienfest mit viel Musik in der Sporthalle Wankdorf begangen. Wie Botschaftsrat Géza Homoki auf Anfrage sagte, nahmen rund 1000 bis 1500 Ungarn und Schweizer am Fest teil. Bundespräsident Adolf Ogi richtete ein Grusswort an die Anwesenden.
Zweite Heiligsprechung
Das Millenniumsfest ist gemäss Homoki auch aus religiöser Sicht ein wichtiger Tag. König Stephan, der noch zu Lebzeiten von der christkatholischen Kirche heilig gesprochen wurde, soll im Laufe des Jahres 2000 auch von der orientalisch-orthodoxen Kirche heilig gesprochen werden.
Dieser Beschluss der Synode habe der «Patriarch von Konstantinopel» in Budapest ebenfalls am Sonntag bekannt gegeben. Stephan sei ein wichtiges Symbol für Ungarn, da er «den Westen annahm, ohne den Osten auszuschliessen», sagte Homoki. Mit der zweiten Heiligsprechung werde dieser Brückenschlag dokumentiert.
swissinfo und Agenturen
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