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Winter im Norden, Sonne im Süden, Lawinen in den Bergen

Karfreitag in Lugano. Keystone

Über Ostern hat sich in weiten Teilen der Schweiz der Winter zurückgemeldet. Schneefälle und tiefe Temperaturen erschwerten die Ostereiersuche im Freien. Am Alpennordhang herrschte grosse Lawinengefahr. In der Südschweiz war es schön. Die Autostaus hielten sich in Grenzen.

Der für die Ostertage erwartete Verkehrskollaps am Gotthard ist ausgeblieben. Trotzdem endeten die Osterferien für viele Menschen so, wie sie begonnen hatten: Im Stau. Auf Schweizer Strassen starben mindestens sechs Menschen.

Die Staus auf der Gotthard-Route waren insgesamt nicht grösser als in anderen Jahren. Am Gründonnerstag betrug die Blechschlange auf der A2 Richtung Süden zwischen Amsteg und Wassen zeitweise 6 Kilometer. In der Nacht schrumpfte der Stau auf 3 Kilometer und wuchs am Karfreitag wieder bis auf 10 Kilometer an.

Am Ostermontag wälzte sich die Blechlawine Richtung Norden und erreichte zwischen Quinto und Airolo eine Länge von bis zu 10 Kilometern. Auch vor dem San Bernardino im Bündnerland standen die Autos auf einer Länge von 10 Kilometern.

Wetter im Norden garstig

Nach freundlichem Wetter am Karfreitag und Karsamstag fiel in der Nordschweiz am Morgen des Ostersonntag Schnee bis in tiefe Lagen. Im Verlaufe des Tages stieg die Schneefallgrenze auf 800 bis 1000 Meter. In den Nordalpen fielen bis am Sonntagmittag 20 bis 40 Zentimeter Schnee.

Auch in der Nacht auf Montag kam es noch einmal zu kräftigen Niederschlägen. Vom östlichen Berner Oberland über die Zentralschweiz bis ins Glarnerland und nach Toggenburg fielen oberhalb von 1’500 Metern erneut 50 bis 70 Zentimeter Neuschnee.

In den Alpen im Norden herrschte nach Angaben des Eidgenössischen Institutes für Schnee- und Lawinenforschung Davos (SLF) grosse Lawinengefahr. Bereits am Karsamstag war im Glarnerland eine grosse Lawine niedergegangen, allerdings ohne Schaden anzurichten.

Auch am Ostermontag blieb das Wetter weiter ungemütlich. Vor allem die Deutschschweiz war von Regen und Graupelschauern betroffen.

Aussergewöhnlich tiefe Temperaturen

Nicht nur der Schneefall, sondern auch die Temperaturen über Ostern waren winterlich. In der Nacht auf Samstag gab es vereinzelt Frost, die Temperaturen lagen knapp unter Null. Tagsüber erreichten sie in den Niederungen gerade einmal 4 bis 9 Grad.

Vor allem in den Bergen war es extrem kalt. Die tiefsten Temperaturen wurden am Samstag mit -22 Grad auf dem Corvatsch im Engadin gemessen.

Sonniger Süden

Wer während der Feiertage die Sonne sehen wollte, musste in den Süden fahren. Dort war das Wetter deutlich besser. Bei Sonne stiegen die Temperaturen im Wallis auf 11, im Tessin bis auf 13 Grad. Am Karfreitag kletterte das Quecksilber im Tessin gar auf 19 Grad.

swissinfo und Agenturen

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