Geschiebe aus Palanggenbach wird im Urnersee verwertet
Nach den Unwettern Ende Juni hat der Kanton Uri den Geschiebesammler am Palanggenbach oberhalb von Attinghausen und Seedorf UR geräumt. Das Geröll wird nun nach Flüelen transportiert und im Rahmen des Projekts Seeschüttung im Urnersee eingebracht.
(Keystone-SDA) Zwei Geschiebesammler am Palanggenbach hielten das Geröll bei den starken Niederschlägen Ende Juni zurück und schützten damit die darunterliegenden Siedlungsgebiete, teilte die Urner Baudirektion am Montag mit. Damit das Bauwerk für künftige Unwetter wieder ihre volle Kapazität erreicht, wird das Material seit Freitag ausgeräumt.
Das unverschmutzte Geschiebe wird laut Mitteilung nach Flüelen transportiert und im Rahmen der Seeschüttung im Urnersee weiterverwertet. Ein Monitoring begleite die Arbeiten und überprüfe die Umweltverträglichkeit, hiess es.
Mit den Seeschüttungen aus dem Ausbruchsmaterial der zweiten Röhre des Gotthardstrassentunnels, dem geplanten Sisikonertunnel und jetzt aus dem Palanggenbach sollen Eingriffe am Südufer des Vierwaldstättersees korrigiert und Flachwasserzonen wiederhergestellt werden. Die Begradigung der Reuss ab 1851 und der Kiesabbau ab 1905 führten zu einer Erosion des Ufers und beeinträchtigten das Delta.