Armee: Erfolgreicher Härtetest für Socken
Die Schweizer Armee ist auf der Suche nach den idealen feldtauglichen Socken einen Schritt weiter. Rekruten der Kaserne Aarau prüften High-Tech-Socken und den neuen Kampfstiefel. Fazit: Auftrag erfüllt, Anti-Blasen-Socken sind wohl machbar.
60 Rekruten mussten die zehn einzelnen Prototyp-Socken aus verschiedenen Fasern täglich auf einem einstündigen, 6,5 Kilometer langen Marsch tragen. Sie testeten die Socken zusammen mit dem Prototypen für einen neuen Kampfstiefel, wie Andreas Stier, armasuisse- Projektleiter «neue Fussbekleidung», am Freitag an einer Medienkonferenz sagte. Die Resultate der Sockentests würden in die Entwicklung der neuen Kampfstiefel einfliessen.
«Die Socken und Schuhe sind sensationell», fasste Rekrut Murat Yilgrim seine Erfahrungen zusammen. Er habe keine Blasen bekommen. Der Kampfstiefel sei «wie ein Turnschuh». Rekrut Beat Kälin sagte, die Füsse seien weniger feucht gewesen.
Die Ergebnisse des wissenschaftlichen Feldversuches liegen noch nicht auf dem Tisch. Aus Laborversuchen mit einem schwitzenden Fussmodell ist jedoch klar: «Je mehr Feuchtigkeit an den Füssen, desto höher ist die Chance auf Blasen», sagte Cornelis Bogerd von der Eidg. Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa).
Die Armee entwickelt derzeit eine neue Fussbekleidung, die ab 2013 feldtauglich sein soll.
«Die Socken werden zusammen mit einem Paar Kampfstiefel zur persönlichen Ausrüstung eines Soldaten gehören», betonte Projektleiter Stier. Es habe keinen Sinn, nur einen neuen Stiefel mit verbesserten Trageigenchaften zu entwickeln. Derzeit muss jeder Armeeangehörige die Socken stricken lassen oder selbst kaufen.
swissinfo.ch und Agenturen
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