Coronavirus: die Situation in der Schweiz

Die Maskenpflicht gilt ab 6. Juli in allen öffentlichen Verkehrsmitteln. Keystone / Salvatore Di Nolfi


Der Bundesrat hat eine generelle Maskenpflicht für den öffentlichen Verkehr beschlossen. Diese gilt ab kommenden Montag, 6. Juli. "Wir müssen jetzt die richtige Balance finden", sagte Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga.

swissinfo.ch, mit SRF und SDA

Die News des Tages

  • Ab kommendem Montag muss im öffentlichen Verkehr in der ganzen Schweiz eine Maske getragen werden. Dies hat der Bundesrat beschlossen. Die Regierung möchte so verhindern, dass es bei der Maskenpflicht zu einem kantonalen Flickenteppich kommt.
  • Wer aus einem Risikogebiet einreist, muss zehn Tage in Quarantäne. Dies gilt ebenfalls ab dem kommenden Montag. 29 Länder stehen auf der am Donnerstag publizierten Liste von so genannten Corona-Risikoländern, darunter Serbien und der Schengen-Staat Schweden. Vorgesehen sei, die Liste monatlich zu aktualisieren, auch um die Rechtssicherheit zu gewährleisten.
  • Die Einreisebeschränkungen bleiben bis 20. Juli bestehen. Danach folgt die Schweiz dem Rat der EU und lässt ab dem 20. Juli die Einreise aus Drittstaaten zu. Auch Chinesen könnten dann wieder einreisen.
  • Der Bundesrat hat beschlossen, die Entschädigung für Kurzarbeit von 12 auf 18 Monate zu verlängern. Damit will die Regierung einem weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit entgegenwirken.
  • Für Selbständige wird die Berechtigung auf Erwerbsersatz rückwirkend und bis Mitte September verlängert.
  • Die Coronakrise wirkt sich massiv auf den Bundeshaushalt aus. Für 2021 budgetiert der Bundesrat ein Defizit von einer Milliarde Franken. Das Defizit könne aber auch höher ausfallen.
  • Der Bundesrat will mit 800 Millionen Franken die Verluste der Unternehmen im öffentlichen Verkehr und im Schienengüterverkehr abfedern.


Raus aus dem Lockdown

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Am 16. April hatte die Schweizer Regierung ihre Exit-Strategie aus dem Lockdown verkündet. Die Lockerung erfolgte bisher in folgenden Schritten:


Schweizer Wirtschaft spürt Langzeitwirkungen

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Trotz ersten positiven Effekten durch gelockerte Massnahmen ist die Schweizer Wirtschaft weit von einer Normalisierung entfernt. Laut dem Direktor der Konjunkturforschungsstelle, Jan-Egbert Sturm, muss sich insbesondere die Konsumentenstimmung zuerst erholen.

Zusätzlich habe die Schweiz als Exportland das Problem, dass die internationale Konjunktur noch lange nicht wieder so laufe wie vor der Krise, sagte Sturm in einem Interview. In vielen Absatzmärkten für Schweizer Unternehmen sei die gesundheitliche Krise noch nicht überwunden.

Eine Rezession sei unvermeidlich. In der Industrie sei zu befürchten, dass die Krise erst richtig begonnen habe. Die Auftragsbücher leerten sich. Trotz aller Bemühungen würde die Arbeitslosigkeit steigen. Die KOF rechnet in diesem Jahr im Schnitt mit einer Quote von 3.6 Prozent und für 2021 mit 4.3 Prozent.

Wie viele sind in der Schweiz am Coronavirus infiziert?

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Aktuelle Zahlen ersehen Sie in unserer laufend aktualisierten Grafik:


Sind Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer speziell betroffen?

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Ja. 

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Die Auslandschweizer-Organisation Deutschland sagte die für Mai geplante Jahreskonferenz in Düsseldorf ab. Der Kongress der Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer in Frankreich (UASF) von Ende April in Mulhouse wurde ebenfalls abgesagt, wie auch der Kongress der Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer in Italien, der in Florenz geplant war.

Aktuell sind aufgrund der Reisebeschränkungen noch immer viele Doppelbürger von Quarantänen und Stornierungen betroffen.

Wo finde ich mehr Informationen? 

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Hier eine Liste der Links, wo Sie jederzeit selbst die aktuellen Updates aus erster Hand erfahren können. 

Bundesamt für Gesundheit (BAG)

Weltgesundheits-Organisation (WHO)

Internationale Übersichtskarte
 

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