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Coronavirus: Die Situation in der Schweiz

Keystone / Martial Trezzini

Keine Maskentragepflicht mehr im Freien und Discobesuche für Menschen mit Covid-Zertifikat. Diese Lockerungen sollen laut dem Bundesrat ab dem 28. Juni in der Schweiz gelten.

Dieser Inhalt wurde am 11. Juni 2021 - 14:54 publiziert
swissinfo.ch, mit SRF und SDA

Neueste Entwicklungen

  • Der Bundesrat gibt weitere Öffnungsschritte in die Konsultation. Das sind einige der Vorschläge für Lockerungen per Montag, 28. Juni 2021:
  • Keine Maskenpflicht mehr im Freien. Auch am Arbeitsplatz wird die generelle Maskenpflicht aufgehoben. Arbeitgeber müssen aber für den Schutz der Arbeitnehmenden sorgen.
  • Weiterhin gültig bleibt die Maskenpflicht unter anderem in Restaurants oder im Detailhandel.
  • Discos und Tanzlokale können für Personen mit Covid-Zertifikat öffnen. Die Maskenpflicht fällt.
  • Die Gruppengrösse auf Terrassen von Bars und Restaurants wird nicht mehr beschränkt. Die Sitzpflicht wird aufgehoben. Im Innern können maximal sechs Personen an einem Tisch sitzen.
  • Die Regeln für Veranstaltungen mit Zertifikat werden vereinfacht und vereinheitlicht. Neu können drinnen maximal 3000 und draussen 5000 Personen teilnehmen.
  • Einreisen in die Schweiz sollen einfacher werdenExterner Link: Für den Schengenraum soll keine Quarantänepflicht mehr gelten. Auf die Risikoliste kommen nur noch Länder mit "besorgniserregender Virusvariante".
  • Die epidemiologische Situation entwickelt sich weiterhin positiv: Sowohl bei den laborbestätigten Fällen als auch bei den Hospitalisierungen gibt es einen Trend nach unten. Todesfälle gibt es nur noch wenige. In vielen europäischen Ländern sieht es ähnlich aus.
  • Die vollständigen aktualisierten Daten zur Pandemie finden Sie hier.

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Die neuesten Schlagzeilen zur Pandemie

Was ist der aktuelle Stand punkto Corona-Impfung?

  • Die Schweiz hat nach einem harzigen Start unterdessen ihre Nachbarländer in Sachen Impfgeschwindigkeit überholt.
  • Mittlerweile sind in der Schweiz über 25% der Erwachsenen vollständig geimpft, zusätzliche 16% erhielten bereits eine Dosis.
  • Die Impfkommission hat ihre Empfehlungen für Schwangere angepasst: Neu wird eine Impfung für alle Schwangeren ab dem 2. Trimester empfohlen.
  • Die Dauer der Impfwirksamkeit soll auf über sechs Monate festgelegt werden – dafür holt sich der Bundesrat die Einschätzung der Kommission für Impffragen ein.
  • Zugelassen sind in der Schweiz bisher die Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Moderna und Johnson & Johnson. Mit letzterem Hersteller hat die Schweiz jedoch keinen Vertrag abgeschlossen.
  • Die Zulassung des Impfstoffs von Astra-Zeneca verzögert sich, weil laut Swissmedic die eingereichten Daten nicht ausreichen. Die Zulassungsbehörde fordert weitere Studien.
  • Die Impfung ist gratis und nicht obligatorisch. Erste Priorität beim Impfen haben Personen über 75 Jahre und solche mit chronischen Krankheiten.
  • Der Bund übernimmt die Kosten für die Impfung auch für Personen, die in der Schweiz leben, aber nicht obligatorisch krankenversichert sind.
  • Ebenfalls kostenlos ist die Impfung für Grenzgängerinnen und Grenzgänger, die nicht in der Schweiz versichert sind und in Schweizer Gesundheitseinrichtungen arbeiten.
  • Die Nebenwirkungen nach einer Covid-19-Impfung bewegen sich im Rahmen der Zulassungsstudien und des "Beipackzettels". Zu diesem Ergebnis kommt das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic nach Auswertung von knapp 2000 Meldungen.
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Welche Regeln gelten?

Für die Einreise in die Schweiz gilt seit dem 8. Februar:

  • Einreisende aus Staaten oder Gebieten mit einem erhöhten Ansteckungsrisiko müssen einen negativen PCR-Test vorweisen können, der nicht älter als 72 Stunden ist. Anschliessend begeben sie sich in eine 10-tägige Quarantäne. Sie können diese jedoch ab dem 7. Tag verlassen, falls ein negatives Testresultat vorliegt. Ab 28. Juni fällt für Einreisende aus dem Schengenraum die Quarantänepflicht.
  • Davon ausgenommen sind Grenzgängerinnen und Grenzgänger.
  • Bei sämtlichen Einreisen per Flugzeug ist ein negatives PCR-Testresultat vorzuweisen. Die Kontrolle erfolgt vor dem Einsteigen ins Flugzeug.
  • Alle Einreisenden müssen, falls sie per Flugzeug, Schiff, Bus oder Zug einreisen, ihre Kontaktdaten mittels eines elektronischen Einreiseformulars erfassen.
  • Das Einreiseformular und alle relevanten Informationen finden Sie auf der Seite des Bundesamts für GesundheitExterner Link.
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Diese Massnahmen gelten schweizweit:

  • Restaurants und Bars sind offen: Beim Verlassen des Tisches muss die Maske getragen werden. Pro Tisch sind maximal sechs Personen erlaubt.
  • Öffentlich zugängliche Einrichtungen und Betriebe können Innenbereiche öffnen: In Innenräumen muss immer eine Maske getragen und der erforderliche Abstand eingehalten werden.
  • Sport- und Kulturaktivitäten für Erwachsene bis zu 50 Personen sind erlaubt. Sportarten in Innenräumen bleiben verboten.
  • Veranstaltungen mit Publikum: Für Veranstaltungen mit Publikum gilt in Innenräumen eine Limite von 100 anstatt 50 Personen und draussen von 300 statt 100 Personen.
  • Private Treffen sind erlaubt, drinnen mit neu bis zu 30, draussen mit bis zu 50 Personen. 
  • Die Homeoffice-Pflicht wird in eine Empfehlung umgewandelt. Präsenzunterricht an Hochschulen ist wieder uneingeschränkt möglich.
  • Wettkämpfe im Amateursport mit max. 50 Personen sind möglich. Das gilt nur für Sportarten ohne Körperkontakt.
  • Maskenpflicht: In den Aussenbereichen von Einrichtungen und Betrieben sowie auf Märkten muss eine Maske getragen werden. Eine Maskenpflicht gilt auch in belebten Fussgängerbereichen und überall dort, wo der erforderliche Abstand im öffentlichen Raum nicht eingehalten werden kann. Auch in Schulen ab der Sekundarstufe II gilt eine Maskenpflicht. Ebenso gilt eine Maskenpflicht am Arbeitsplatz, es sei denn der Abstand zwischen den Arbeitsplätzen kann eingehalten werden, zum Beispiel in Einzelbüros.
  • Ausgenommen von der Maskenpflicht sind Kinder bis zu 12 Jahren, Personen, die aus medizinischen Gründen keine Maske tragen können, und Gäste in Restaurants und Bars, wenn sie am Tisch sitzen.
  • Für Einreisende aus gewissen Staaten und Gebieten gilt eine Quarantänepflicht. Weitere Informationen und eine Liste der Risikoländer finden Sie hierExterner Link.

Wie viele Personen sind in der Schweiz infiziert?

Aktuelle Zahlen ersehen Sie in unseren laufend aktualisierten Grafiken.  Die vollständigen aktualisierten Daten zur Pandemie finden Sie hier.

Zur Quelle: Seit dem 9. Juli stützen wir uns für die Anzahl der bestätigten Fälle wieder auf das Bundesamt für Gesundheit (BAG), da einige Kantone die Zahlen nicht mehr regelmässig publizieren. Davor stammten die Zahlen von einer direkten und validierten Quelle der Kantone.

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Wie ist die Situation international?

Wie andere Länder die Corona-Pandemie bekämpfen, können Sie in der Übersicht über die internationale LageExterner Link bei SRF News lesen.

Die folgende Grafik zeigt einen internationalen Vergleich mit absoluten Zahlen.

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Sind Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer speziell betroffen?

Wie bereits 2020 muss die Auslandschweizer-Organisation (ASO) auch den Auslandschweizer-Kongress 2021Externer Link verschieben. Er hätte vom 20. bis 22. August in Lugano stattfinden sollen. Grund ist die anhaltende Unsicherheit über die epidemiologische Situation in der Schweiz. Zudem wird die Auslandschweizerrats-Sitzung nicht physisch vor Ort, sondern erneut virtuell durchgeführt.

Viele Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer stehen angesichts dieser Pandemie vor grossen finanziellen Schwierigkeiten. In Ländern, in denen die Löhne niedrig, die Ersparnisse knapp und die öffentlichen Unterstützungsmassnahmen dürftig sind, stehen viele von ihnen vor wichtigen Entscheidungen. Deshalb gibt es Unterstützung durch den Bund: Bisher haben 56 Schweizerinnen und Schweizer in einer Notsituation Unterstützung vom Bund erhalten.

Nach Angaben des EDA wurde Sozialhilfe an 16 in Europa lebende Schweizer Bürgerinnen und Bürger gezahlt, davon 12 in Spanien. In Asien haben 14 Schweizer Staatsangehörige diese Hilfe erhalten. Weitere 10 in Südamerika, 9 in Afrika und 7 in Nordamerika.

Diese an Corona gebundene Sozialhilfe ist den individuellen Lebensbedingungen angepasst, so das EDA. Sie beläuft sich derzeit auf rund 60'000 Franken, was nur einen kleinen Teil der gesamten Sozialhilfe ausmacht, die Bern den Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern gewährt. Die diesjährige Gesamtsumme beläuft sich auf 800'000 Franken. Im letzten Jahr waren es 900'000 Franken.

Damit unterstützt der Bund Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer, die ihren Arbeitsplatz verloren haben, ihre Betriebe schliessen mussten oder deren Einkommen so tief gesunken sind, dass ihre Existenz nicht mehr gesichert ist. Unterstützt wurden auch Personen, die im Tourismussektor tätig sind und deren Einkommen nicht ausreichend war.

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Schweizer Bürgerinnen und Bürger können sich an alle Schweizer Vertretungen im Ausland wenden. Die Situation in Bezug auf Reiseverbote oder -beschränkungen und andere Grenzschliessungen ändert sich von Tag zu Tag. Aktuell sind aufgrund der Reisebeschränkungen noch immer viele Doppelbürger von Quarantänen und Stornierungen betroffen.

Wo finde ich mehr Informationen? 

Hier eine Liste der Links, wo Sie jederzeit selbst die aktuellen Updates aus erster Hand erfahren können. 

Bundesamt für Gesundheit (BAG)Externer Link

Weltgesundheits-Organisation (WHO)Externer Link

Internationale ÜbersichtskarteExterner Link
 

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