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Zwei Drittel nerven sich über ihre Nachbarn

Zigarettenrauch vom Balkon nebenan oder die Nutzung von Gemeinschaftsräumen gehören zu den häufigsten Gründen für böses Blut unter Nachbarn. Keystone

Kinderlärm, laute Musik, Getrampel, Unfreundlichkeit oder Zigarettenrauch: 64 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer ärgern sich regelmässig über ihre Nachbarn. Bei einem Drittel der Befragten sind die Spannungen schon einmal zu einem richtigen Streit ausgeartet.

Dieser Inhalt wurde am 26. Oktober 2017 - 13:30 publiziert
swissinfo.ch/ka und Agenturen

Am meisten auf die Nerven gehen Bewohnerinnen und Bewohnern die Lärmemissionen ihrer Nachbarn, wie eine Umfrage des Vergleichsportals comparis.chExterner Link ergab. Demnach gaben 28 Prozent der Befragten an, sie fühlten sich durch laute Gespräche, Kinderlärm, Getrampel, Streit oder zu laute Musik gestört.

16 Prozent ärgern sich über die Unfreundlichkeit ihrer Nachbarn, 14 Prozent über Zigarettenrauch auf dem Balkon oder im Treppenhaus und 13 Prozent über Probleme rund um die Waschküche. Kinder im Allgemeinen (10%), Sexgeräusche (9%), Gestank aus der Wohnung und unsaubere Gemeinschaftsräume (je 8%) scheinen weniger ein Stein des Anstosses zu sein.

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In den meisten Fällen haben nachbarschaftliche Unstimmigkeiten keine weiteren Konsequenzen: 27 Prozent der Befragten unternehmen nämlich gar nichts. 31 Prozent gaben jedoch an, bei Belästigungen das Gespräch zu suchen, 14 Prozent beschweren sich beim Vermieter, wenn sich die Störung wiederholt, 7 Prozent klopfen gegen die Wand oder die Decke, und 6 Prozent benutzen einfach Ohrstöpsel.

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Trotzdem gaben 32 Prozent der Befragten an, schon einmal Streit oder Meinungsverschiedenheiten mit den Nachbarn gehabt zu haben – in zwei Dritteln der Fälle allerdings nur selten. Bei einem Sechstel führte der Streit zu einem Wegzug, bei einem weiteren Sechstel endete der Ärger in der Nachbarschaft vor Gericht.

Laut der Umfrage sind Deutschschweizer zurückhaltender als Tessiner: 28 Prozent gaben an, sich zwar zu ärgern, aber nichts zu unternehmen. Bei den Tessinern ist das nur bei 15 Prozent der Fall.

Für die repräsentative Umfrage wurden im September 1029 Personen aus der ganzen Schweiz befragt.

Da in der Schweiz zwei von drei Personen in einer Mietwohnung leben, legen die Vermieter oft Hausregeln fest, die den Bewohnern das Zusammenleben erleichtern sollen. Die gemeinsamen Regeln reichen von Lärmminderung an Sonn- und Feiertagen bis zum Verbot von Haustieren.

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