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Nationaler Spendentag Die Glückskette sammelt gegen den Hungertod in Afrika

Eine Mutter mit ihrem unterernährten Kind im Südsudan.

Eine Mutter mit ihrem unterernährten Kind im Südsudan.

(Keystone)

Die Glückskette führt gemeinsam mit der SRG einen nationalen Sammeltag zugunsten der Opfer der Hungersnot in Somalia, Südsudan und Nigeria durch. Bundespräsidentin Doris Leuthard unterstützt die nationale Sammelaktion in den Fernsehstudios von SRF in Zürich.

(Glückskette)

In einem dringlichen Appell rufen die Glückskette und ihre Partnerorganisationen zu Spenden für Afrika auf. In Ostafrika drohe eine Hungersnot, wie die Welt sie zuvor noch nicht gesehen habe. Bleibe man untätig, drohe mehreren Millionen Menschen der Hungertod, schreibt die Glückskette.

Bundespräsidentin Doris Leuthard unterstützt die nationale Sammelaktion heute in Zürich und nimmt gemäss Angaben der Glückskette gegen Mittag einige Spendenanrufe persönlich entgegen. Über 300 Freiwillige sind von sechs Uhr morgens bis Mitternacht in den vier Studios des SRF in Zürich, Chur, Lugano und Genf präsent und nehmen per Telefon die Spendenversprechen entgegen. Eine Million Franken Spenden sind gemäss der Glückskette am Vorabend der Aktion bereits eingegangen.

Millionen Menschen droht der Hungertod

In Afrika bahnt sich laut der UNO die grösste humanitäre Krise seit dem Zweiten Weltkrieg an. Die Glückskette und ihre Partnerhilfswerke haben bereits Mitte März Alarm geschlagen und zu Spenden aufgerufen. "Die Auswirkungen der schlimmsten Dürre seit 60 Jahren wird durch bewaffnete Konflikte in einigen Regionen zusätzlich verschärft", schreibt die Glückskette in einer Mitteilung. Die Partnerhilfswerke seien bereits im Einsatz, doch das Geld fehle, um die Tätigkeiten weiterzuführen und die betroffene Bevölkerung zu erreichen.

Die Zahlen dieser "stillen und von institutionellen Geldgebern vernachlässigten Katastrophe" sprächen für sich. Im Südsudan benötigten 4,9 Millionen Menschen dringend humanitäre Hilfe. In Somalia seien es 2,9 Millionen und in Nigeria 5,1 Millionen.

Glückskette: 1,7 Milliarden Franken in 70 Jahren

Die Glückskette ist eine unabhängige, von der SRG geschaffene Stiftung. Sie ist selbst nicht operationell tätig, sondern ko-finanziert mit den ihr von der Bevölkerung, von Firmen, Kantonen und von Gemeinden anvertrauten Spenden Projekte ihrer 25 Schweizer Partnerhilfswerke. Seit 1946 hat die Glückskette laut eigenen Angaben mehr als 1,7 Milliarden Franken an Spendengeldern gesammelt. Die grösste Sammelaktion gelang der Glückskette bisher für die Opfer des Tsunamis in Asien 2004. Damals sammelte der grösste private Schweizer Geldgeber für humanitäre Hilfe 227 Millionen Schweizer Franken.

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Wo spenden?

- Die Spendentelefone sind heute, 11. April, von 6 Uhr morgens bis um Mitternacht geöffnet und über die Gratistelefonnummer 0800 87 07 07 erreichbar.

- Spenden sind jederzeit möglich auf das Postkonto 10-15000-6, Vermerk "Hungersnot in Afrika", online über www.glueckskette.ch externer Linkoder über die Swiss-Solidarity-App der Glückskette.

- Posten Sie ein Photo von sich auf Twitter oder Instagram mit folgendem Satz: Dein Foto mit #SwissSolidarityForAfrica = 5 CHF für die Opfer der Hungersnot in Afrika gespendet von Unternehmen an die @Glueckskette

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swissinfo.ch/sda/lmb

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