Graubünden investiert 33,3 Millionen Franken in den Wald
Die Bündner Regierung hat für das laufende Jahr das Sammelprojekt Waldbau mit Gesamtkosten von 33,3 Millionen Franken genehmigt. Der Kanton sichert den Waldeigentümerinnen und Waldeigentümern Kantonsbeiträge von 27,6 Millionen Franken zu.
(Keystone-SDA) Das Geld fliesst in verschiedene Waldprojekte, die das Amt für Wald und Naturgefahren gemeinsam mit rund 200 öffentlichen und privaten Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer erarbeitet hat. Das Sammelprojekt Waldbau sieht gemäss einer Kantonsmitteilung vom Mittwoch insgesamt die Behandlung von rund 3500 Hektar Wald vor.
Den grössten Anteil macht die Pflege von Schutzwald aus. Rund 2500 Hektaren sollen behandelt werden, um Siedlungen, Verkehrswege und Infrastrukturen «nachhaltig vor Naturgefahren zu schützen», wie der Kanton schreibt.
Auf über 660 Hektaren sollen zur Förderung der Biodiversität unter anderem die Lebensräume des Auerhuhns, Weidewälder, besonderes Gehölze, Waldränder und Kastanienselven auf der Alpensüdseite aufgewertet werden. Ausserhalb des Schutzwaldes sind auf rund 350 Hektaren Massnahmen zur Jungwaldpflege, Stabilitätspflege sowie Eingriffe mit dem Seilkran zur Holznutzung und Förderung der Waldverjüngung vorgesehen.
Ziel dieser Massnahmen ist es gemäss Kanton, die Schutzfunktion des Waldes sicherzustellen. Denn: Laut dem Amt für Wald und Naturgefahren schützt ein funktionierender Schutzwald Menschen, Tiere und Sachwerte vor Naturgefahren wie Lawinen, Steinschlag und Rutschungen.