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Hilfsorganisationen melden tote Migranten im Mittelmeer

Keystone-SDA

Hilfsorganisationen haben nach Rettungseinsätzen im zentralen Mittelmeer tote Migranten gemeldet. Bei einem Einsatz der italienischen Organisation Emergency entdeckte die Crew nach eigenen Angaben sieben Tote auf einem überfüllten Boot. 57 Menschen seien gerettet worden.

(Keystone-SDA) Zwei der Geretteten befinden sich den Angaben zufolge in kritischem Zustand. Die Menschen waren demnach am Vortag von dem libyschen Küstenort Zuwara aus mit einem Holzboot aufgebrochen. Emergency forderte in einer Mitteilung für die Beiden im kritischen Zustand einen dringenden medizinischen Rettungseinsatz.

Wie Emergency berichtete, erfolgte der Einsatz in internationalen Gewässern, aber in der libyschen Such- und Rettungszone, für die das Land zuständig ist. Von den libyschen Behörden gab es dazu aber zunächst keine Angaben.

Aufklärungsflugzeug entdeckt Leichen im Wasser

Unterdessen meldete die deutsche Organisation Sea-Watch den Fund von drei Leichen im Mittelmeer. Ein Sea-Watch-Aufklärungsflugzeug sowie die Organisation Resqship entdeckten die leblosen Körper am Wochenende im Wasser. Zuvor meldete bereits SOS Méditerranée, am Freitag elf Leichen im Wasser vor der libyschen Küste entdeckt zu haben. Die Leichen konnten nicht geborgen werden.

Das zentrale Mittelmeer gilt noch immer als tödlichste Migrationsroute auf dem Weg nach Europa. Dort sind allein in diesem Jahr nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) mindestens 872 Menschen ums Leben gekommen oder gelten weiterhin in den Gewässern als vermisst.

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