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Studieren in der Schweiz

In der Schweiz gibt es zahlreiche Hochschulen, Universitäten und technische Hochschulen, die zu den renommiertesten der Welt gehören. Ausländische Student:innen müssen jedoch bestimmte Voraussetzungen erfüllen, um dort zugelassen zu werden.

Dieser Inhalt wurde am 19. Mai 2022 - 17:15 publiziert
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Wer in der Schweiz auf der Tertiärstufe studieren möchte, kann sich an einer universitären Hochschule oder an einer Fachhochschule einschreiben. Erstere sind in der Grundlagenforschung tätig, während letztere einen stärkeren Praxisbezug aufweisen und sich der angewandten Forschung widmen.

In der Schweiz gibt es zwölf öffentliche Universitäten, darunter die beiden Eidgenössischen Technischen Hochschulen in Zürich und Lausanne, die zu den weltweit führenden Hochschulen ihres Fachs gehören.

Neben den 12 Universitäten runden 9 Fachhochschulen und über ein Dutzend Pädagogische Hochschulen das öffentliche Hochschulwesen des Landes ab.

Als Institutionen mit Hochschulcharakter gelten zudem das Institut universitaire de hautes études internationales et du développement (IHEID) in Genf, das Institut de hautes études en administration publique (IDHEAP) in Lausanne, das Institut universitaire Kurt Bösch (IUKB) in Sitten sowie die private Stiftung für Fernstudien in Brig.

Der Betrieb der Hochschulen basiert auf dem Bologna-System und ermöglicht es den Studierenden, Bachelor- und Mastertitel oder einen Doktortitel zu erwerben.

Im Vergleich zu den USA oder Grossbritannien ist ein Studium in der Schweiz immer noch relativ günstig, da die Bildung grösstenteils durch öffentliche Gelder finanziert wird. Der Unterricht in den ersten Semestern wird meist in der lokal gesprochenen Sprache (Deutsch, Französisch oder Italienisch) abgehalten. Ab der Masterstufe wird jedoch zunehmend Englisch gesprochen.

Zulassungsbedingungen

Jede Schule kann ihre eigenen Aufnahmebedingungen festlegen. Bei der Anmeldung muss die Person ein Dossier einreichen, das unter anderem ihre Diplome und Nachweise der Sprachkenntnisse enthält. 

Die Schulen werden beurteilen, ob das Abschlusszeugnis der Sekundarschule des Bewerbers oder der Bewerberin der Schweizer Maturität gleichwertig ist. Wenn das Zeugnis nicht anerkannt wird, kann in der Regel eine Aufnahmeprüfung durchgeführt werden. In einigen Institutionen wird auch Berufserfahrung verlangt. Mehrere Schulen führen Sprachkenntnistests durch, um zu überprüfen, ob die Bewerbenden die Unterrichtssprache gut beherrschen. 

Spitzenforschung

Neben ihren Universitäten und Hochschulen beherbergt die Schweiz auch Forschungsinstitute von Weltrang. Sie gehört zu den Ländern, in denen der Anteil von Forschung und Entwicklung am Bruttoinlandsprodukt (BIP) zu den höchsten der Welt zählt.

Die wissenschaftliche Forschung gehört zu den Aufgaben des Bundes. Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) fördert die Grundlagenforschung in allen Disziplinen, von der Philosophie über die Biologie bis hin zu den Nanowissenschaften. Er finanziert vor allem Projekte in der Grundlagenforschung und unterstützt jedes Jahr rund 20'000 Forscherinnen und Forscher.

Ein weiteres Instrument des Bundes zur Förderung der Forschung ist die Schweizerische Agentur zur Förderung der Innovation (Innosuisse). Sie unterstützt die angewandte Forschung und die Entwicklung neuer Technologien durch die Zusammenarbeit des privaten und des öffentlichen Sektors. Sie fördert auch die Gründung von Start-up-Unternehmen.

In der Schweiz gibt es eine Reihe von international anerkannten Forschungsinstituten. Dazu gehört beispielsweise das Paul Scherrer Institut, das zu den führenden europäischen Forschungsinstituten für Natur- und Ingenieurwissenschaften gehört.

Auch im Bereich der Raumfahrt geniesst die Schweiz internationale Anerkennung. Der erste identifizierte Exoplanet wurde von zwei Schweizern identifiziert, wofür sie den Nobelpreis für Physik 2019 erhielten.

Die Europäische Organisation für Kernforschung, besser bekannt unter dem Namen CERN, in Genf zieht seit Jahrzehnten Wissenschaftler aus der ganzen Welt an. Hier widmen sie sich der Teilchenphysik und versuchen, den Ursprüngen des Universums auf die Spur zu kommen. Das CERN ist vor allem für seinen Teilchenbeschleuniger, den Large Hadron Collider, bekannt.

Hier finden Sie mehr Informationen über die Schweizer Hochschulen:

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