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IBM-Schweiz-Chefin erwartet 2029 Durchbruch beim Quantencomputing

Keystone-SDA

IBM-Schweiz-Chefin Katharina Göppinger sieht grosses Potenzial in der Quantentechnologie. Mit dieser könne man gewisse Probleme künftig sehr viel schneller lösen, sagte sie im Interview mit der Nachrichtenagentur AWP am Rande des Swiss Economic Forum (SEF).

(Keystone-SDA) Sie nannte als Beispiele Bereiche wie die Materialforschung oder die Medizin, wo der Trend stark in Richtung personalisierte Medizin gehe, sowie Netzwerkoptimierung im Energiebereich oder bei Fluggesellschaften, die wegen der Kerosinknappheit die Logistik optimieren müssen. Quantentechnologie helfe «extrem», eine grosse Zahl an Parametern zu verarbeiten, wo klassische Computer an ihre Grenzen stossen würden.

Die Technologie werde aber klassisches Computing nicht ersetzen, sondern ergänzen, ist Göppinger überzeugt. Das Schöne sei, in Zukunft mit allen Technologien nebeneinander arbeiten zu können und jeweils die Technologie einzusetzen, mit der sich ein Unternehmen so flexibel wie möglich aufstellen kann. Dies auch mit Blick auf sich rasch verändernde Marktbedingungen und Lieferketten.

Seit Jahresbeginn an der Spitze

«Wir erwarten bis 2029 den ersten fehlertoleranten Quantencomputer zur Marktreife zu bringen», sagte Göppinger auf die Frage, bis wann das Realität sein könnte. Damit wären dann die Voraussetzungen für skalierbares Quantencomputing geschaffen.

Quantencomputer sind hochleistungsfähige Rechensysteme, die auf den Prinzipien der Quantenmechanik basieren. Der Quantenvorteil («quantum advantage») beschreibt den Punkt, an dem ein Quantencomputer eine rechenintensive Aufgabe schneller, energieeffizienter oder präziser löst, als es mit den besten klassischen Supercomputern möglich ist.

Göppinger, die seit 15 Jahren für IBM arbeitet, ist seit Januar 2026 Vorsitzende der Geschäftsleitung von IBM Schweiz und Leiterin des Bereichs «Technology». Sie studierte an der ETH Zürich und an der Universität St. Gallen (HSG).

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