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Japans Regierung erhöht in Deflationsstreit Druck auf Notenbank

(Keystone-SDA) Tokio – Im Streit um auf breiter Front fallende Preise hat die japanische Regierung den Ton gegenüber der Zentralbank des Landes verschärft. Die Lage sei ernst, sagte Bankenminister Shizuka Kamei.
Der Bank of Japan (BoJ) warf er vor, die wirtschaftlichen Bedingungen zu missachten. «Die BoJ schläft wie immer mit offenen Augen», kritisierte er.
Finanzminister Hirohisa Fujii betonte, verantwortlich für Preistrends sei in erster Linie die Geldpolitik. Die Finanzpolitik könne nicht das Hauptinstrument zum Ausgleich der fehlenden Binnennachfrage sein.
Die Regierung in Tokio hatte vergangene Woche erklärt, dass die zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt erstmals seit 2006 wieder in einer Deflation steckt, und die BoJ aufgefordert, «angemessene Gegenmassnahmen» zu treffen.
Regierung und Notenbank sind derzeit auf Kollisionskurs. Sie werfen sich gegenseitig vor, nicht energisch genug gegen die Deflation zu kämpfen. Ökonomen zufolge sind die Handlungsspielräume jedoch für beide Seiten begrenzt.

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