Kanton Bern stockt Geld für Hausarzt-Ausbildung auf
Im Kanton Bern wird dem Programm für Praxisassistenzen mehr Geld zur Verfügung gestellt. Der Grosse Rat hat am Dienstag den jährlichen Kredit für die Jahre 2027 bis 2031 auf drei Millionen Franken erhöht.
(Keystone-SDA) Bisher waren es 1,85 Millionen Franken. Der Regierungsrat wollte den Betrag auf 2,25 Millionen Franken aufstocken, doch das ging der Ratsmehrheit nicht weit genug. Sie beschloss die deutliche Erhöhung des Kredits mit 127 zu 21 Stimmen.
Das Programm wurde ins Leben gerufen, um dem drohenden Hausarztmangel entgegenzuwirken. Die Ausbildung wird vom Berner Institut für Hausarztmedizin (BIHAM) koordiniert. Junge Ärztinnen und Ärzte erhalten so die Möglichkeit, Berufserfahrung direkt in einer ambulanten Praxis statt im Spital zu sammeln.
Bisher reichten die Mittel für 45 Stellen, die Regierung wollte auf mindestens 55 aufstocken. Nun reicht das Geld nach Angaben der Kommissionssprecherin Melanie Gasser (GLP) für 70 Stellen.
Weiter beschloss der Grosse Rat einstimmig, Weiterbildungen in Arztpraxen aller Art, Gesundheitszentren und anderen ambulanten Gesundheitseinrichtungen verstärkt zu fördern. Für die Jahre 2026 und 2027 bewilligte er einen zusätzliche Kredit von 2,1 Millionen Franken pro Jahr für ärztliche und pharmazeutische Weiterbildungen.