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Karstadt-Interessent Triton droht mit Ausstieg

Dieser Inhalt wurde am 17. Mai 2010 - 19:37 publiziert

ESSEN (awp international) - Der Finanzinvestor Triton überdenkt nach eigenen Angaben sein Interesse an einem Einstieg bei Karstadt. Triton sei enttäuscht darüber, dass bislang keinerlei Fortschritt in den Gesprächen mit der Arbeitnehmerseite erzielt worden sei, sagte ein Sprecher am Montag auf Anfrage. "Wenn kein konstruktives Engagement auf Arbeitnehmerseite erkennbar ist, ist das Triton-Konzept zur Sanierung von Karstadt hinfällig", erklärte der Sprecher.
Triton hatte vor gut drei Wochen ein Angebot für die insolvente Warenhauskette Karstadt vorgelegt. Vor einem möglichen Einstieg hat der deutsch-schwedische Investor weitere Einschnitte vor allem bei Vermietern und Beschäftigten gefordert.
Für eine Lösung bei Karstadt gibt es Zeitdruck: Die Kommunen der Karstadt-Standorte sollen bis zum 25. Mai einem Gewerbesteuererlass zur Rettung der insolventen Kaufhausette zustimmen. Bis zum 28. Mai soll dann die Unterschrift eines Investors unter einem Kaufvertrag stehen. Die Erfüllung von beiden Bedingungen ist notwendig, damit der Insolvenzplan in Kraft treten kann.
Das Essener Amtsgericht möchte am 31. Mai endgültig den Insolvenzplan beschliessen. Kann der Insolvenzplan nicht in Kraft treten, droht der Warenhauskette mit 25 000 Mitarbeitern die Zerschlagung. Der Stadtrat von Duisburg hatte einen Steuerverzicht verweigert, will sich aber Ende dieser Woche noch einmal mit dem Thema befassen./uho/DP/she

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