Kommission fordert strategisches Risikomanagement für Stadt Bern
Die Stadt Bern soll ein Instrument für ein strategisches Risikomanagement schaffen. Das fordert die Geschäftsprüfungskommission mit einem Vorstoss. Das letzte Wort hat das Stadtparlament.
(Keystone-SDA) Komplexer werdende Geschäfte, steigender finanzielle Druck, begrenzte Personalressourcen und rasche technologische und gesellschaftliche Veränderungen machen politische Entscheide heute vielfach nicht gerade einfach. Die Geschäftsprüfungskommission des Berner Stadtrats möchte mit einem neuen Instrument dafür sorgen, dass Zielkonflikte frühzeitig erkannt und politische Prioritäten «bewusst, transparent und nachvollziehbar» gesetzt werden, wie sie in einer Mitteilung vom Freitag schreibt.
Das strategische Risikomanagement soll das bestehende Instrumentarium mit internem Kontrollsystem sowie Budget- und Aufgabenplanung ergänzen.
Während das interne Kontrollsystem den Schwerpunkt auf die Ordnungsmässigkeit und Verlässlichkeit finanzrelevanter Prozesse legt, verfolgt das Risikomanagement gemäss Kommission einen etwas anderen, umfassenderen Ansatz. Es richtet den Blick auf die langfristigen Ziele, politische Abhängigkeiten und externe Einflussfaktoren.
Dies erleichtere nicht nur die Priorisierung politischer Geschäfte, sondern ermöglicht nach Ansicht der Kommission auch eine fundiertere parlamentarische Debatte über langfristig bedeutsame Vorhaben. Auch die Nachvollziehbarkeit politischer Entscheide für die Bevölkerung werde erhöht.