15. Triennale für Originalgrafik in Grenchen
Die 15. Internationale Triennale für Originalgrafik in Grenchen (SO) war eine qualitätvolle und vielseitige Ausstellung. Im Mittelpunkt stand die Schweizer Druckgrafik. Die Ausstellung dauert noch bis zum 26. September.
Der künstlerische Leiter der 15. Internationalen Triennale für Originalgrafik, Maxe Sommer von der Kunsthalle Burgdorf, hat der diesjährigen Ausstellung ihr national-internationales Gesicht mit Blick von innen nach aussen gegeben.
Im Zentrum der einheitlich und grosszügig gehängten Schau traf man auf Werke von bedeutenden Schweizer Künstlern wie Franz Gertsch, Rolf Iseli oder Markus Rätz. Gertsch etwa hat einen neuen fotorealistischen Holzschnitt in verschiedenen Farbabzügen gemacht.
Zu diesen neuen Grafiken gesellen sich ältere Blätter internationaler Künstler aus der ganzen Welt wie James Turrells Aquatinta, A. R. Pencks Holzschnitt oder Mario Merz` Pinselätzungen. Hier ist Ferdinand Oberholzer Maxe Sommer zur Hand gegangen.
Die gelungene Präsentation der druckgrafischen Werke von über 30 Schweizer und Schweizerinnen und gut 20 Künstler und Künstlerinnen aus der ganzen Welt ist auch das Verdienst von Heinz Westreichen, dem Präsidenten der diesjährigen Triennale in Grenchen.
Bunt – räumlich
Die Ausstellung von Maxe Sommer beginnt mit einer Gegenüberstellung der meditativen Lithografien von Richard Serra, die weite dunkle Räume evozieren, und mit Claude Sandoz` Stempeldrucken, die zusammen eine Art Patchwork-Tapete bilden.
Im ersten Stock ist die Rado-Wettbewerbsausstellung «Zeit» mit rund 50 jurierten grafischen Arbeiten aus dem In – und Ausland untergebracht. Gewinnerin ist die ostdeutsche Künstlerin Christiane Baumgartner mit dem Siebdruck «Heike, Silke, Heidi, Ines», Überblendungen aus einer alten Schulfoto.
swissinfo und Agenturen
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