Europäischer Tag des Denkmals: Grosses Interesse in der Schweiz
Mehrere 10'000 Personen haben am Wochenende (09./10.09.) in der Schweiz Häuser, Strassen und Plätze besichtigt. Sie profitierten am Europäischen Tag des Denkmals von kostenlosen Besichtigungs-Möglichkeiten und von ausführlichen Rahmen-Programmen.
Laut Angaben der Organisatoren ist der Tag in der ganzen Schweiz auf grosses Interesse gestossen. So haben zum Beispiel 800 Personen an «Entdeckungsreisen» durch die Altstadt von Winterthur teilgenommen. Der Hauptsitz des Nestlé-Konzerns in Vevey wurde von über 6’000 Personen besucht.
1’800 Personen zog es zur ehemals geheimen Lenkwaffenstellung «Bloodhound» bei Menzingen (ZG). Das Monument des Kalten Kriegs steht neuerdings unter Denkmalschutz und konnte am Wochenende erstmals von der Öffentlichkeit besichtigt werden.
In Bern wollten 360 Interessierte die markante Felsenburg in der unteren Altstadt besichtigen, während es 1’500 Leute in die Altstadt von Greyerz zog.
Insgesamt standen in der Schweiz rund 200 Baudenkmäler und Ensembles zur Besichtigung offen.
Denkmal im Kontext
Mit dem diesjährigen Titel «Ein Denkmal steht nie allein. Häuser, Strassen und Plätze im Dialog» hat die Schweizer Veranstalterin der Aktion, die Nationale Informationsstelle für Kulturgüter-Erhaltung (NIKE), die Einbettung der Denkmäler in die jeweilige Stadt- und Dorfstrukturen hervorgehoben.
In der Schweiz organisiert die NIKE seit 1994 den Europäischen Tag des Denkmals. Der Anlass hat 1984 in Frankreich seinen Anfang genommen. Er geht auf eine Initiative des Europarats zurück und wird in diesem Jahr an unterschiedlichen Daten von insgesamt 46 europäischen Ländern durchgeführt.
swissinfo und Agenturen
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