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Magnum-Ausstellung im Kunsthaus Zürich

Revolution, Fall of the Wall, Berlin 1989. James Nachtwey / Magnum

Die traditionsreiche Fotoagentur Magnum zeigt im Kunsthaus Zürich bis zum 29. Oktober Bilder ihrer Mitglieder, die nach der Zeit des Mauerfalls in allen Teilen der Welt aufgenommen wurden. Insgesamt werden rund 400 Fotografien gezeigt.

Die Welt geht weiter auch nach dem Mauerfall. Und sie entwickelt sich, verändert sich und zeigt sich neu. Die zeigt sich auch am Beispiel von Magnum. Die berühmte Fotoagentur existiert auch nach dem Mauerfall weiter, findet sich aber in einem völlig veränderten Umfeld wieder.

Zwar ist der Name noch immer die stolze Ikone der Reportagefotografen, ihr Stellenwert aber nimmt sukzessive ab. Die Kämpfer der ersten Stunde, Robert Capa, Werner Bischoff oder David Seymour, fanden in den 50er-Jahren noch ganze andere Verhältnisse vor.

Die aktuelle Ausstellung im Kunsthaus Zürich ist von Magnum selbst zusammengestellt worden. In Museen erreicht die Fotoagentur jenen Status wieder, der in einer Welt der schnelllebigen Bilder verloren gegangen ist: Die 56 Fotografen präsentieren sich als Autoren des Zeitgeschehens dieses Jahrzehnt.

Der Bildersturm ist in drei lose Gruppen eingeteilt worden: Sie heissen «Die Beständigkeit der Rituale», «Chronik des Chaos» und «Die Ästhetik des Alltags». In allen drei Teilen wird ein Weltbild nach dem Ende des deutschen Mauerfalls im Jahr 1989 gezeichnet.

«Chronik des Chaos» ist der zentrale Teil der Ausstellung und gleichzeitig auch der Schwerpunkt von Magnum. Ihre Mitglieder sind immer dort, wo Krieg, Greuel und Katastrophen die Menschheit heimsuchen.

Insgesamt werden rund 400 Fotografien gezeigt. Begleitet werden die meist kleinformatigen Schwarzweiss- und Farbbilder von Texten, die die Bildautoren selbst verfasst haben. Flankiert wird die Ausstellung durch zwei Arbeiten von Schweizer Foto- und Videokünstlern.

swissinfo und Agenturen

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