Marco Solari ist neuer Präsident des Filmfestivals Locarno
Der 56-jährige Marco Solari ist am Dienstag (12.09.) in Locarno zum neuen Präsidenten des Filmfestivals gewählt worden. Er wolle für ausgeglichene Finanzen sorgen, sagte der Ringier-Manager an einer Medienkonferenz.
Erstmals wurde mit Staatsrat Luigi Pedrazzini auch ein Vizepräsident für das Festival gewählt.
Solari als Nachfolger Buffi
Der gebürtige Tessiner Solari tritt per sofort die Nachfolge des im vergangenen Juli verstorbenen Staatsrats Giuseppe Buffi als Präsident des internationalen Filmfestivals von Locarno an. Er will die Finanzen mit mehr Einnahmen und umsichtigeren Ausgaben unter Kontrolle halten. Als prioritär bezeichnete er die Suche nach neuen Sponsoren.
Als Vizepräsident der Generaldirektion der Ringier-Gruppe hat Solari mit dem Medienkonzern bereits einen grossen Sponsor. Aus der Direktion und dem Verwaltungsrat der Tessiner Sonntagszeitung “Il caffe”, einem Ringier-Produkt, wird Solari austreten, um Interessenskonflikte zu vermeiden. Bevor er bei Ringier begann, war Solari Verwaltungsrats-Delegierter des Migros-Genossenschaftsbundes.
Bei der 700-Jahrfeier der Eidgenossenschaft amtete er als Delegierter der Schweizer Regierung. Zuvor hatte er 20 Jahre das Tessiner Verkehrsbüro geleitet.
Erstmals ein Vizepräsident
Erstmal wurde vom Verwaltungsrat des Filmfestivals Locarno auch ein Vizepräsident gewählt. Staatsrat Luigi Pedrazzini soll die Regierung vertreten und das grosse Interesse des Kantons am Festival zeigen.
Wahl des Direktors Erst Mitte November
Für die Nachfolge des zurücktretenden Festivaldirektors Marco Müller soll im Oktober eine Auswahl von Kandidatinnen und Kandidaten präsentiert werden. Die definitive Wahl soll am 13. November bekannt gegeben. Müller hatte am Schlusstag des diesjährigen Festivals überraschend seinen Rücktritt bekannt gegeben.
Als mögliche Nachfolgerin wird seine Assistentin Teresa Cavina genannt, doch auch Jean Perret vom Filmfestival Nyon, Ivo Kummer von den Solothurner Filmtagen und Wieland Speck von der Sektion Panorama an der Berlinale sowie der ehemalige Fernsehdirektor Marco Blaser werden in Fachkreisen als mögliche Anwärter gehandelt.
swissinfo und Agenturen
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