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Schweizer bauen für Olympia

Computergrafik des Schweizer Projekts für Olympia 2008 in Peking. Keystone

Die Architekten Heinz Moser und Roger Nussbaumer von Burckhardt+Partner bauen in Peking ein Stadion für die Olympischen Sommerspiele 2008.

Das Zürcher Architekten-Duo setzte sich mit seinem aussergewöhnlichen Bauprojekt durch.

Die beiden Architekten haben den Zuschlag für das «Beijing Wukesong Cultural and Sports Center» erhalten und sich gegen hochqualifizierte Architektenteams aus aller Welt durchgesetzt.

Im Schweizer Projekt für das Basketball-Stadion der Olympischen Sommerspiele 2008 werden die Aussenwände des Kubus förmigen Gebäudes durch riesige Bildschirme gebildet.

Somit können vor Ort auch Hunderttausende, die sich kein Billet leisten können, die Ereignisse mitverfolgen. Nebst einem neuen Wahrzeichen erhält Peking damit auch den grössten Fernseher der Welt.

Visionär statt traditionell

Das Schweizer Projekt, das sich durch visionäre Architektur und technische Innovation auszeichne, habe sich gegen das traditionelle Projekt des amerikanischen Büros Sasaki durchgesetzt, das sich bereits durch die Planung der Olympia-Anlagen in Sidney einen Namen gemacht hatte, hiess es bei der Begründung des Entscheids.

Roger Nussbaumer freute sich, als der Entscheid offiziell bekannt gegeben wurde: «Es ist schon gewaltig, einen so grossen internationalen Wettbewerb gewinnen zu dürfen.»

Laut dem Zürcher alt Stadtrat Thomas Wagner waren die guten Beziehungen von Zürich zu China dank der langjährigen Städte-Partnerschaft mit Kunming genutzt worden, um die Chancen des Schweizer Projekts zu verbessern.

Grünanlage seit 50 Jahren für Olympia bereit

Wie Architekt Heinz Moser erklärte, steht die 1,6 mal 1,6 Kilometer grosse Grünanlage mitten in Peking schon seit 50 Jahren für die Olympia-Sportstätten bereit.

Geplant sind auf dem Areal zehn Stadien, acht für Trainings, zwei für Wettkämpfe. Die «Perle» sei ein 130 mal 130 Meter grosser und 70 Meter hoher Kubus, in dem ein Basketballstadion mit 18’000 Plätzen eingerichtet wird.

Zu den Kosten für das Bauprojekt wurden noch keine konkreten Angaben gemacht. Von einem «grossen dreistelligen Millionenbetrag» sprach Architekt Roger Nussbaumer.

Ein neues Wahrzeichen für Peking

Realisiert wird das Projekt in Zusammenarbeit mit chinesischen Partnerfirmen. Gemäss Nussbaumer kann relativ rasch mit dem Bau begonnen werden, da das Terrain nicht überbaut sei und bereit stehe.

Nach den olympischen Spielen soll die Anlage für Kongresse, Ausstellungen, Konzerte oder Volksfeste genutzt werden. Die Möglichkeiten zur kommerziellen und kulturellen Nutzung seien unbegrenzt, schwärmen die Projektverantwortlichen.

swissinfo und Agenturen

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