Schweizer Tanzfilm gewinnt «Prix Italia 2000»
Der Tanzfilm "Passengers" des Zürcher Regisseurs Markus Fischer hat das Fernsehfestival "Prix Italia" in der Kategorie "Performing Arts" gewonnen. Die Choreografie stammt von Richard Wherlock, produziert wurde der Film von Schweizer Fernsehen DRS.
Der Zürcher Markus Fischer, der bisher vor allem als «Tatort»-Regisseur bekannt war, drehte «Passengers» im vergangenen Mai während sechs Tagen im Badischen Bahnhof Basel. Zusammen mit dem britischen Choreografen Richard Wherlock und den Tänzern des ehemaligen Luzerner Balletts, einer Truppe, die sich letztes Jahr aufgelöst hat.
Der Film war eine ungewöhnliche Aufgabe für alle Beteiligten. Während Fischer noch nie mit einem Ballettensemble zusammengearbeitet hatte, verfügte Wherlock nur über wenig Erfahrung mit dem Medium Film. Ausserdem standen die Tänzerinnen und Tänzer zum ersten Mal vor der Kamera.
Für Fischer war das ganze Projekt eine echte Herausforderung. Er nahm den Auftrag an, obwohl er Tanzfilme eigentlich nicht mochte. Dieses Wechselspiel zwischen Schauspiel, Choreografie und Traum hinzukriegen sei nicht einfach zu bewältigen gewesen, meinte Fischer nach Abschluss der Dreharbeiten.
Dass der Film trotz dieser schwierigen Bedingungen gelungen ist, beweisen die Auszeichnungen: «Passengers» hatte bereits im Juni dieses Jahres am Golden Prague Festival den «Tschechischen Kristall» gewonnen.
swissinfo und Agenturen
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