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Lauber kritisiert Ermittlungen nach Brand von Crans-Montana

Keystone-SDA

Der ehemalige Bundesanwalt Michael Lauber kritisiert die Führung des Strafverfahrens zur Brandkatastrophe von Crans-Montana VS. Fehler sieht Lauber unter anderem bei den fehlenden Obduktionen der Opfer sowie bei der nicht beantragten Untersuchungshaft der Barbetreiber.

(Keystone-SDA) Seiner Ansicht nach hätte die Walliser Justiz die Barbetreiber Jessica und Jacques Moretti bereits zu Beginn der Ermittlungen wegen der Beweismittelsicherung verhaften müssen, sagte Lauber im Tagesgespräch des Radios SRF 1 vom Dienstag. Nur am Anfang eines Verfahrens könne man wirklich Beweise sichern.

Von den 41 Todesopfern des Brands wurden nur zwei obduziert. Auch dies kritisiert Lauber: «Ein Brand ist das Offensichtliche, woran die einzelnen Leute wirklich gestorben sind, weiss man nicht. Das weiss man nur durch eine Obduktion.»

Und diese könne man nur am Anfang machen – möglichst schnell, sonst gingen Spuren verloren. Er hätte, wenn er in dieser Situation gewesen wäre, alle Opfer vorbehaltlos obduziert, so Lauber.

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