Andy Hug verabschiedet sich mit Sieg
Der 35-jährige Vollkontakt- Kampfsport- Champion Andy Hug besiegte im Zürcher Hallenstadion den Kroaten Mirko Filipovic über fünf Runden einstimmig nach Punkten. Hug bleibt damit Kickbox-Weltmeister nach WKA-Version im Superschwergewicht.
Hug beherrschte in der sechsten K1-Kampfsportnacht im ausverkauften Hallenstadion von Beginn an die Ringmitte. Er wurde insgesamt nur zweimal ernsthaft von Filipovic an den Seilen gestellt. Filipovic wartete vor 12’000 Zuschauern mehrheitlich auf Kontergelegenheiten, blieb dadurch aber zu passiv. Der Schweizer stellte mit variantenreichen Beinkicks den entscheidenden Respekt beim Gegner her.
Erst in der vierten und vorletzten Runde ging Filipovic selbst einmal in die Offensive, als er über den in Doppeldeckung verbleibenden Hug eine Serie niederprasseln liess. Doch Hug blieb die Antwort nicht schuldig. Beeindruckend waren bei Hugs Beinattacken vor allem der berühmte Andy-Kick, der wiederholt das Ziel traf.
Hug wird seine Kampfsportkarriere in Japan noch ein Jahr fortsetzen und sich dann seiner Schauspiel-Karriere in jenem Land widmen. “Sicher bin ich stolz darauf, dass ich den Kampfsport in der Schweiz so populär gemacht habe”, resümierte Hug seine 26 Jahre im Kampfsport, “doch jetzt nehme ich voller Elan meine neue Herausforderung in Angriff.”
Filipovic, im letzten Dezember immerhin noch Finalist am K1- Grand-Prix der acht weltbesten Vollkontakt-Kämpfer, bekannte im Nachhinein, dass Hug “schon seit meiner Jugend mein Idol war. Ich las Andy-Hug-Comics-Geschichten, die es bei uns in Kroatien gab.” Er sei aber keineswegs in Ehrfurcht erstarrt, “doch Hug baute mit Fortdauer des Kampfes einfach nicht ab.”
Fakt ist, dass der letztjährige Hug-Herausforderer Stefan Leko von allen sechs Kickbox-WM-Gegnern des Aargauers in Zürich den nachhaltigsten Eindruck hinterlassen hat. Der Deutsch-Kroate feierte im Vorprogramm der diesjährigen Veranstaltung seinen 26. Geburtstag mit einem vorzeitigen Sieg. Und imponierte dabei erneut mit reichhaltigem Schlagrepertoire und Tempohärte.
swissinfo und Agenturen
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