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Berner zu historischem Fussball-Spiel im Kosovo

Fussball im Zeichen der Völkerfreundschaft: Unter dem Patronat von Bundespräsident Moritz Leuenberger reist eine Auswahl aus Bern zu einem Spiel in die Kosovo-Hauptstadt Pristina. Es wird das erste Spiel einer europäischen Mannschaft im Kosovo seit zehn Jahren.

Organisiert wird das Spiel gegen den FC Pristina am Mittwoch von den Schweizer Vereinen «Gemeinsam gegen Rassismus» und «Freundschaft Schweiz-Kosova» und steht auch unter diesem Motto.

Hinspiel 1998 gegen FC Thun

Der FC Pristina war 1998 in der Schweiz zu Gast – für ein Freundschaftsspiel gegen den FC Thun. Beim Match vom Mittwoch handelt es sich um das «Rückspiel», das wegen des Kriegs in der Provinz erst jetzt stattfindet.

Die 1998 geknüpften Kontakte konnten wieder aufgenommen werden. Alle Spieler des FC Pristina haben den Krieg überlebt, wie die Organisatoren schreiben. Die Spieler sind immer noch aktiv, auch wenn es weiterhin keine offizielle Kosovo-Mannschaft gibt.

Impuls geben – Isolation abbauen

Das Patronat für das Spiel hat Bundespräsident Leuenberger übernommen. «Möge dieses Treffen für alle Spieler und Zuschauer zu einem Zeichen dafür werden, dass die Verständigung zwischen den Völkern im Kleinen beginnen muss, wenn sie im Grossen gelingen soll», schreibt Leuenberger in der Grussbotschaft. Es freue ihn, dass das 1998 vereinbarte Spiel nun endlich möglich geworden sei.

Mit dem Match werden die Berner Fussball-Geschichte schreiben, erklären die Organisatoren. Aufgrund der jahrelangen serbischen Herrschaft in der Provinz und dem anschliessenden Krieg sei die Sportbewegung im Kosovo isoliert – und diese Isolation wolle man mit dem Match aufbrechen.

Das Spiel dürfte «nicht nur für uns zum unvergesslichen Erlebnis werden, sondern wird auch der Sportbewegung in Kosovo Impulse geben können», hofft Urs Frieden vom Organisationskomitee.

Statt Thun nun Bern

Weil die meisten Spieler und Funktionäre, die 1998 beim Hinspiel dabei waren, den FC Thun seither verlassen haben, reist nun eine Auswahl aus Bern nach Pristina. Darunter befinden sich mehrere ehemalige YB-Spieler wie Bajram Kurtulus, Carlos Garcia und der Ex-Internationale Adrian Kunz.

Erwartet werden zwischen 10’000 und 30’000 Zuschauer. Nach Angaben der Organisatoren löste die Partei in Pristina schon im Vorfeld ein grosses Echo aus.

swissinfo und Agenturen

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