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Caritas Schweiz hilft in Nordkorea

Das Hilfsprogramm der Caritas richtet sich vor allem an Kinder in Heimen, Kindergärten und Schulen. Keystone

In Nordkorea leiden gemäss einer Studie von Unicef, EU und Welternährungs- Programm 60 Prozent der Kinder an Unterernährung. Jetzt liefert Caritas Schweiz Nahrungsmittel an die Not leidende Bevölkerung Nordkoreas.

Das Hilfswerk stellt dafür 500’000 Franken zur Verfügung, wie es am Dienstag (18.07.) mitteilte.

Wie in den vergangenen Jahren, ist auch dieses Jahr damit zu rechnen, dass in Nordkorea, das Unsummen ausgibt für Rüstungsprogramme und andere Prestigeprojekte, eine Nahrungsmittelknappheit eintritt. Wie Stefan Gribi von Caritas Schweiz gegenüber Schweizer Radio International mitteilte, wird diese in den nächsten Wochen die Lage drastisch verschlechtern.

Man rechnet, dass sich die Lage erst im Oktober wieder entspannen wird, wenn die Ernte eingefahren werden kann. Die UNO geht davon aus, dass in diesem Jahr 900’000 Tonnen Lebensmittel zuwenig vorhanden sein werden. Das entspricht ungefähr einem Fünftel des ganzen Bedarfs. Betroffen sind insbesondere die Schwächsten: das sind Kinder, Kranke und Frauen.

So richtet sich das Hilfsprogramm der Caritas vor allem an Kinder in Heimen, Kindergärten und Schulen sowie Patientinnen und Patienten in Spitälern. Auch Schwangere und stillende Mütter sollen unterstützt werden. Vorgesehen ist die Lieferung von Nahrungsmitteln.

Diese Unterstützung ist Teil eines grossen Hilfsprogramms von Caritas Hongkong. Es umfasst die Verbesserung des Gesundheitssystems, der Nahrungsmittelproduktion im Lande sowie ökologische Massnahmen wie zum Beispiel die Wiederaufforstung.

«Weniger mit Misstrauen arbeiten» – das sei das Rezept von Caritas in den letzten Jahren gewesen, führte Stefan Gribi weiter aus. Man habe stets darauf hingearbeitet, Vertrauen zu den lokalen Behörden und Verantwortlichen aufzubauen. Das sei jetzt durch die langjährige Hilfsarbeit sehr gut gelungen. Deshalb gehe Caritas davon aus, dass es bei der Verteilung der Hilfsgüter keine Probleme geben und der Grossteil der Lieferung an dem Ort ankommen werde, wo die Menschen darauf angewiesen seien.

Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA unterstützt dieses Hilfsprogramm mit einem Betrag von 200’000 Franken.

Alina Kunz Popper

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