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Cavegn 0,04 neben dem Podest

Franco Cavegn unterwegs zum vierten Platz in der Abfahrt von Bormio. Keystone

Die Österreicher feierten in der ersten Bormio-Abfahrt mit Greber, Strobl und Eberharter einen Triple-Sieg. Franco Cavegn (4.) verpasste das Podest nur um vier Hundertstel.

Bruno Kernen wurde 7. und Ambrosi Hoffmann 9. Mit drei Mann unter den ersten zehn bestätigte das Schweizer Team seine Geschlossenheit, auch wenn das Trio Markus Herrmann, Didier Cuche und Rolf von Weissenfluh (21.-23. Rang) unter den Erwartungen blieb. Insbesondere Didier Cuche, der sich im Material vergriffen zu haben schien, war mehr zugetraut worden.

Cavegn: «Sieg war griffbereit» – nach SMS von Beltrametti

Franco Cavegn wächst immer mehr in eine Leaderrolle. Seine Konstanz ist beeindruckend. Seit dem ersten Podestplatz seiner Karriere Ende Januar des letzten Winters in Garmisch ist – in acht Abfahrten – ein 7. Rang die schwächste Klassierung. Seine bisherige Bilanz in dieser Saison: 5. – 7. – 5. – 4., stets nur wenige Hundertstel hinter einem Podestplatz.

Hätte das Rennen etwas länger gedauert (oder wäre es von ganz oben gestartet worden), der Gewinner hätte möglicherweise Cavegn geheissen. «Der Sieg war griffbereit», bekannte der 30-jährige Bündner. «Weil mir das einzige Training nicht wunschgemäss gelungen war, konnte ich nicht so angreifen, wie ich es gern gemacht hätte.»

Auftrieb hatte er durch ein SMS von Silvano Beltrametti erhalten. «Das ist deine Strecke», schrieb ihm sein früherer Zimmerkollege, «diese Strecke braucht viel Kraft. Und umsonst haben wir nicht den ganzen Sommer hart trainiert.» In der Tat wurde Cavegn von Meter zu Meter stärker und steigerte sich von der 14., über die 9. und 6. Abschnittzeit auf den 4. Rang.

Auch Kernen für Olympia qualifiziert

Nach Cavegn, Cuche, Hoffmann und von Weissenfluh qualifizierte sich Bruno Kernen mit seinem 7. Rang als fünfter Abfahrer für die Olympischen Spiele. Das ist zugleich sein bestes Ergegnis seit einem Jahr. Dass der Berner mit diesem Resultat noch nicht zufrieden war, deutet an, welches Potenzial noch in ihm steckt.

«Weil die Piste viel schneller war als im Training, konnte ich immer nur reagieren statt agieren. Ich war ständig im Stress», meinte Kernen, der mit einem Fehler im Zielhang eine noch bessere Klassierung vergab. «Ich spüre, dass ich wieder zu den Leuten gehöre», meinte der Ex-Weltmeister.

Ein positives Fazit zog auch «Amba» Hoffmann. Als 9. glückte dem Europacup-Sieger 2001 nach Val d’Isère (4.) die zweite Top-Ten- Klassierung seiner Karriere. «Mein Ziel ist, regelmässig unter die ersten 15 zu fahren», sagt der Davoser, «dann kommt das Selbstvertrauen und automatisch irgendwann mal ein Podestplatz».

swissinfo und Agenturen

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