Champions League wird abgespeckt
Die Champions League wird ab der Saison 2003/04 mit Achtelfinals, aber ohne Zwischenrunde ausgespielt. Die Spielzahl für die Finalisten sinkt so von 17 auf 13.
Die Forderung nach einer Reduktion des dicht gedrängten Fussball-Kalenders war nach den teilweise enttäuschenden Leistungen der Stars aus Europa an der WM laut geworden. Mit dem neuen Modus nehmen weiter 32 Klubs in acht Vierergruppen teil. Nach der Vorrunde wird aber direkt mit dem K.o.-System (neu ab Achtelfinals) weitergespielt.
Aufgrund bestehender Vermarktungs- und Fernsehverträge wird die kommende Saison noch mit dem alten Modus gespielt.
«Im Interesse aller»
Es sei nicht einfach, einen Wettbewerb zu ändern, der als das beste Club-Ereignis der Welt angesehen werde, erklärte UEFA-Präsident Lennart Johansson nach dem einstimmigen Entscheid der UEFA-Exekutive in Nyon bei Genf. Doch manchmal sei es notwendig, mit Blick auf die Zukunft zu handeln. «Wir glauben, dass die Reduktion der Anzahl der Spiele im Interesse aller ist», sagte Johansson. «Im Interesse der Clubs, Spieler, Fans, Sponsoren und Fernsehanstalten.»
Widerstände aus finanziellen Erwägungen
Der UEFA-Präsident bekannte jedoch, dass es nicht zuletzt aus finanziellen Erwägungen Widerstände gegen die Reform gegeben habe. In der Zwischenrunde der Champions Legaue 2001/2002 wurden immerhin 24 Mio. Franken (knapp über 16 Mio. Euro) ausgeschüttet. Johansson weiter: «Wie auch, es ist der Augenblick, Führung im grösseren Interesse des Spiels zu zeigen.»
Noch nicht entschieden wurde über eine Reform des UEFA-Cups. Das Thema wurde auf die Sitzung vom 12./13. Dezember vertagt.
swissinfo und Agenturen
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