Eishockey: Davos führt
Davos und Fribourg waren mit je drei gewonnenen Punkten die Wochenend-Sieger. Die ZSC Lions und Langnau befinden sich auch nach Trainerwechseln im Krebsgang.
Aus der ersten Meisterschaftswoche mit Pekka Rautakallio mit drei Heimspielen hatten sich die ZSC Lions gewiss mehr als drei Punkte erhofft. Auf das donnerstägliche 5:2 über Chur folgte aber am Samstag ein 3:4 nach Verlängerung in Kloten und am Sonntag ein 2:2 gegen Ambri.
Beide Male standen die Lions dem Sieg deutlich näher. In Kloten führte der ZSC 2:1 und 3:2, vergab viele Chancen, traf viermal Pfosten oder Latte und wurde 151 Sekunden vor Schluss durch Martin Plüss‘ Ausgleich zum 3:3 bestraft. In der Verlängerung traf Verteidiger Chris O’Sullivan vor 7’561 Zuschauern zum glückhaften Klotener Sieg.
Die Kloten Flyers haben alle drei bisherigen Derbys dieser Saison gewonnen. Bezeichnend war, dass das Spiel zwischen Kloten und dem ZSC im Zeichen eines Abwesenden (Michel Zeiter) stand. Kloten und die ZSC Lions beklagen in diesem Herbst deutlich mehr Verletzte und Kranke als die Konkurrenz.
Auch am Sonntag blieben die ZSC Lions zuwenig effizient. Immerhin resultierte im Heimspiel gegen Ambri nach zwei Niederlagen gegen diesen Gegner (1:3 und 3:5) ein Unentschieden (2:2). Bis zur 40. Minute führten die Tessiner durch Treffer von Petrovicky und Liniger 2:0. Den Umschwung leitete Peter Jaks nur 52 Sekunden nach dem 0:2 ein. Er bezwang Bruder Pauli Jaks per Penalty zum 1:2. Den Ausgleich erzielte in der 48. Minute Mark Ouimet.
Langnau wie ein Absteiger
Auch beim anderen Team, das in den letzten Wochen den Trainer wechselte, ist die erhoffte Wirkung noch ausgeblieben. Die Schwächen Langnaus liegen weiterhin in der Offensive. In den zwei Partien des Wochenendes erzielten die Tigers bloss drei Tore, was aber immerhin für zwei Punkte genügte (2:2 gegen Fribourg, 1:1 in Chur).
Trotzdem sieht es für Langnau nicht gut aus. In elf der letzten 13 Spiele erzielten sie zwei oder noch weniger Tore. Und in Heimspielen warten sie seit acht Partien und seit dem Derbysieg über Bern vom 25. September (3:1) auf einen Erfolg. In den letzten zehn Jahren durchliefen lediglich vier Teams im eigenen Stadion solche Durststrecken: Chur (1993), Biel (1995), Lausanne (1996) und Herisau (1998). All diese Teams stiegen Ende Saison ab…
Noch ist für Langnau nichts verloren. Der Rückstand auf Platz 8 (Lausanne) beträgt bloss vier Punkte. In den Strichkampf involviert bleiben auch die ZSC Lions, obwohl sie schon 25 Punkte, drei mehr als Lausanne, gewonnen haben. Der ZSC absolvierte bislang aber fünf Spiele mehr als Rapperswil (9. mit 20 Punkten) und Kloten (10. mit 20).
Lars Leuenbergers Exploit
Einen kleinen Satz weg vom Strich tat übers Wochenende Fribourg. Gottéron besiegte nach dem 2:2 in Langnau Kloten 6:0. Es war das einzige klare Resultat in den zehn Wochenendpartien. Sechs der übrigen neun Spiele wurden in Verlängerungen entschieden (oder eben nicht), in den restlichen drei Spielen betrug die Differenz ein Tor. Fribourgs Matchwinner war Lars Leuenberger, der vier Tore erzielte. Zuvor hatte der ehemalige SCB-ler noch nie drei Treffer in einem Spiel markiert.
Zu den Siegern des Wochenendes gehörte auch der HC Davos. Nach einem glückhaften 3:2 über Zug folgte für die Davoser ein unglückliches 2:2 in Bern. Fabian Sutter, der vor drei Wochen Bern in Richtung Davos verlassen hatte, vergab in der 51. Minute für die Bündner den Matchpuck.
Am Samstag gegen Zug wurde war das Team von Arno Del Curto noch dominiert, profitierte aber von einem schwachen Zuger- Keeper Ronnie Rüeger, der bis zu seiner Auswechslung in der 23. Minute drei von zehn Schüssen passieren liess, zwei davon waren nicht unhaltbar.
Die Liste der Gewinner des Wochenendes lässt sich aber noch beliebig verlängern: Aufsteiger Lausanne gewann in Ambri 3:2 und blieb über dem Strich, obwohl ihr Spiel der 24. Runde gegen Rapperswil erst am Dienstag ausgetragen wird. Der EV Zug durfte sich freuen, dass nach fünf sieglosen Heimspielen der HC Lugano in der Herti-Halle 3:2 besiegt wurde.
Und schliesslich darf sich auch Ambri glücklich schätzen: Trotz Niederlagen gegen Chur (Dienstag) und Lausanne (Samstag) sowie dem Remis in Zürich (Sonntag) blieben sie auf Platz 2. Wenn Ambri aber so weiterspielt wie letzte Woche, hat es seinen Playoffplatz noch nicht auf sicher.
swissinfo und Agenturen
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