Eishockey: Nationalmannschafts-Aufgebot steht
Die kurze Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Salt Lake City beginnt für das Eishockey-Nationalteam mit einem Trainingslager in Sursee. Ralph Krueger nominierte 28 Spieler.
Im viertägigen Camp in Sursee, das am 28. Oktober beginnt, werden praktisch die Olympia-Plätze vergeben. Bloss 24 Spieler werden in der zweiten November-Woche für die Länderspiele in Zürich (gegen Kanada) und am Deutschland-Cup (gegen Kanada, die Slowakei und Deutschland) aufgeboten. Dies sind die einzigen Länderspiele vor der unmittelbaren Olympia-Vorbereitung, die Ende Januar beginnt.
Für die November-Partien sind die Schweden-Söldner Martin Gerber und Marcel Jenni sowie der Davoser Stürmer Patrick Fischer gesetzt. In Sursee sind die drei noch nicht mit von der Partie.
Nordamerika-Söldner
Für Olympia werden die Nordamerika-Söldner Keeper David Aebischer als Torhüter sowie die Verteidiger Goran Bezina (Organisation Phoenix Coyotes) und Julien Vauclair (Ottawa Senators) zum Thema.
Für Vauclair spricht, dass er in seinen Vertrag mit Ottawa eine Freigabe-Klausel für Salt Lake City eingebaut hat. Gering sind dagegen die Aussichten von Thomas Ziegler, der bei den Springfield Falcons (AHL) nach den ersten drei Partien nicht mehr eingesetzt wurde.
Wenig Überraschungen
Kruegers erstes Aufgebot in der Olympia-Saison beinhaltet wenige Überraschungen. Michel Zeiter ist vom letztjährigen WM-Team der einzige, der verfügbar wäre, jedoch nicht mit von der Partie ist.
Selektioniert wurden dagegen Torhüter Marco Bührer, die Verteidiger Patrick Fischer II, Martin Höhener und David Jobin sowie Stürmer Björn Christen. Ihre Olympia-Chancen sind zwar recht gering, sie werden aber im Frühling für die WM in Schweden ins Gespräch kommen.
Ebenfalls wieder mit von der Partie ist André Rötheli, der letzte Saison sein Comeback im Nationalteam gab, den Sprung ins WM-Team aber nicht schaffte.
Krueger in die USA
Am Samstag fliegt Ralph Krueger mit SEHV-Sportdirektor Peter Zahner für eine Woche in die USA. Dort rekognosziert das Duo in Logan (Olympiavorbereitung) und Salt Lake City.
Im weiteren werden am Rande von NHL-Spielen Gespräche mit den Verantwortlichen von Colorado (Aebischer), Phoenix (Bezina) und Ottawa (Vauclair) geführt, um deren Verfügbarkeit für die Olympischen Spiele auszuloten.
swissinfo und Rolf Bichsel (sda)
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