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EM-Titel für Schweizer Degenfechterinnen

Diana Romagnoli (r.) im Kampf gegen die Ungarin Adrien Hormary. Keystone

Zwei Monate vor den Olympischen Spielen wurden die Schweizer Degenfechterinnen Europameister. Auf Madeira setzten sich Gianna Hablützel-Bürki, Diana Romagnoli, Sophie Lamon und Tabea Steffen im Final mit 45:44 gegen Weltmeister Ungarn durch.

Es ist dies der erste Degen-EM- Teamtitel in der Geschichte des Schweizer Fechtsports.

Bronze ging an Deutschland, das sich gegen Olympiasieger Frankreich mit 45:44 durchsetzte. Auf dem Weg zum Triumph besiegten die Schweizerinnen der Reihe nach Holland (45:26), die Ukraine (45:40) und Deutschland (45:32). Den entscheidenden Treffer im Final setzte Gianna Hablützel-Bürki gegen Hajnalka Toth unmittelbar nach Eröffnung der einminütigen Overtime.

In jenem abschliessenden Gefecht bestätigte die 30-jährige Baslerin ihren grossen Wert als Teamleaderin. Denn sie hatte beim Stande von 34:36 übernommen. Doch dann überraschte sie die Ungarin mit ihrem hohen Rhythmus und sorgte so für ein 44:41. Als Toth mit nochmals drei Treffern in Folge die Overtime erzwang und Hablützel- Bürki die Contenance zu verlieren drohte, belehrte die vierfache Einzel-EM-Medaillengewinnerin einmal mehr alle eines Besseren und

Daneben feiertedie erst 15-jährige Sophie Lamon ein famoses Debüt im Schweizer A-Degenteam. Sie war im Final mit einer Plus-5- Bilanz die beste Schweizerin. Die Walliserin übernahm bei ihrem zweiten Gefecht einen 8:11-Rückstand und übergab nach einem 12:5 gegen die dreifache ungarische Team-Weltmeisterin Hajnalka Kiraly mit einem 20:16 an die WM-Zweite Diana Romagnoli. Im Total aller vier Gefechte war Gianna Hablützel-Bürki mit Plus 22 die erfolgreichste Schweizerin.

Die defensiv solide Romagnoli bildete schliesslich die ideale Ergänzung zu den temperamentvollen Hablützel-Bürki und Lamon. Letztere hatte die Schweiz auch gegen Holland und Ukraine die Schweiz erstmals in Führung gebracht. Ersatzfechterin Tabea Steffen wiederum war im Einzel als Achte beste Schweizerin gewesen und sorgte damit für eine viel versprechende Setzung der Schweizerinnen im Teamwettbewerb (Nummer 4).

swissinfo und Agenturen

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