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Erfolgreiche Frauen

Erster Toursieg für Patty Schnyder seit Wimbledon. Keystone

Patty Schnyder, Marie-Gaïané Mikaelian und Emmanuelle Gagliardi gewannen ihre WTA-Turnier Erstrunden-Spiele. Dagegen schied Roger Federer im MS-Turnier in Cincinnati aus.

Patty Schnyder hat auf der WTA-Tour erstmals seit Wimbledon wieder ein Spiel gewonnen. In Espoo bei Helsinki setzte sich die als Nummer 3 gesetzte Baselbieterin nach zweistündigem Kampf 5:7, 6:2, 7:5 gegen die Kroatin Silvia Talaja durch.

Schnyder (WTA 24) zeigte gegen die um 50 Plätze schlechter klassierte Talaja vorab punkto Einstellung eine gute Leistung. Bei 2:5 im Entscheidungssatz musste sie einen Matchball abwehren, ehe sie das erste Duell mit der Kroatin nach fünf Game-Gewinnen in Serie erfolgreich beenden konnte.

Auch Mikaelian und Gagliardi eine Runde weiter

Marie-Gaïané Mikaelian und Emmanuelle Gagliardi gewannen ihre Erstrundenspiele beim WTA-Turnier in Los Angeles. Mikaelian bezwang Corina Morariu (USA) mit 3:6, 6:3, 7:5 und Gagliardi setzte sich gegen Fabiola Zuluaga (Kol) 6:0, 6:2 durch.

Emanuelle Gagliardi (WTA 51) scheint wieder besser in Form zu kommen. Nach ihrer Viruserkrankung und dem Erstrunden-Out vor einer Woche in San Diego überstand die 26-jährige Genferin in Los Angeles die 1. Runde gegen die um 59 Positionen schlechter klassierte Kolumbianerin Fabiola Zuluaga problemlos. In der nächsten Runde trifft Gagliardi auf Jennifer Capriati (WTA 3).

Marie-Gaïane Mikaelian (WTA 60) gewann gegen Corina Morariu nach fast zweieinhalb Stunden Spieldauer und einem 1:4-Rückstand im Entscheidungssatz. Morariu bestritt in Los Angeles ihren ersten Einzelmatch seit 15 Monaten. Die 24-jährige Amerikanerin war im letzten Jahr an Leukämie erkrankt und konnte in Kalifornien nur dank einer Wild Card antreten; im WTA-Ranking ist Morariu nicht mehr klassiert. Mikaelian spielt in der 2. Runde gegen die Luxemburgerin Anne Kremer (WTA 19).

Erneut Startniederlage für Federer

Roger Federer findet nicht aus der Krise. Der als Nummer 10 gesetzte Baselbieter verlor beim Masters-Series-Turnier von Cincinnati in der Startrunde bei brütender Hitze gegen den Kroaten Ivan Ljubicic (WTA 34) 6:2, 4:6, 3:6.

Für Federer ist dies damit das vierte Erstrundenout hintereinander bei wichtigen Turnieren nach Paris, Wimbledon und Toronto. Der Münchensteiner braucht damit beim US Open und in der Hallensaison mit den Höhepunkten Madrid, Basel und Paris-Bercy wohl mehrere Spitzenresultate, um sich doch noch für das Masters in Schanghai zu qualifizieren.

«Im Moment macht mir das Tennis nicht viel Spass», so der sichtlich niedergeschlagene Federer, der nach dem tragischen Hinschied seines früheren Coachs Peter Carter verständlicherweise in diesen Tagen mit den Gedanken nicht primär beim Tennis ist: «Wenn so etwas passiert, sieht man, wie unwichtig Tennis eigentlich ist.»

Federer startete zwar mit zwei frühen Breaks bis zum 4:1 brillant, liess aber nach dem Gewinn des Startsatzes nach und spielte wieder ohne grosses Selbstvertrauen. Im dritten Satz schaffte Ljubicic das entscheidende Break zum 4:2. Für den gross gewachsenen Aufschlagspezialisten war dies der zweite Sieg gegen Federer im dritten Spiel, nachdem er ihn im Vorjahr in Gstaad deklassiert hatte. «Ich habe derzeit einfach kein Vertrauen in mein Spiel», erklärte Federer.

Kafelnikow erneut lustlos

Einmal mehr eine Contre-Performance zeigte Jewgeni Kafelnikow (Russ/5). Der Mann aus Sotschi verlor das Duell zweier Wahlschweizer gegen Rainer Schüttler (WTA 26) sang- und klanglos 3:6, 2:6.

swissinfo und Agenturen

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