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Federer im Final

Roger Federer steht in Key Biscayne (Florida) im Final. Keystone

Der Schweizer Tennisprofi Roger Federer bezingt auf Key Biscayne den Weltranglisten-Ersten Lleyton Hewittt. Am Sonntag trifft Federer im Final auf Agassi.

Der Indian-Wells-Sieger Hewitt konnte sich über das Schlussresultat nicht beklagen, es hätte auch noch höher ausfallen können. Bei 4:2 im zweiten Satz vergab Federer drei Breakbälle, bei 5:3 zwei Matchbälle, ehe er sicher ausservierte.

Returnkönig Hewitt, der am Vorabend gegen Marat Safin einen 164-minütigen, hoch intensiven Dreisätzer gewonnen und dabei viel Kraft gelassen hatte, wurde phasenweise vom spielerisch überlegenen Münchensteiner beinahe vorgeführt.

Der Australier kam in der ganzen Partie nur zu drei Breakbällen, die Federer alle mit eisernen Nerven abwehrte. Der Schweizer hat im ganzen Turnier noch nie sein Servicegame verloren.

Top Ten winken

Für Federer war der Sieg aus verschiedenen Gründen speziell: Er erreichte erstmals einen ganz grossen Final, bezwang erstmals die aktuelle Nummer eins der Welt und beendete zudem Hewitts Siegesserie.

Der australische Konterspieler hatte 20 seiner 21 letzten Partien auf der Tour gewonnen, darunter die letzten 15. Und nun spielt Federer um den erstmaligen Einzug in die Top Ten: Mit einem Sieg würde er nebst Patrick Rafter, Andy Roddick und Pete Sampras auch Andre Agassi im Technischen Ranking überholen, die Lichtgestalt aus dem elitären Zirkel verdrängen und selber Platz zehn erreichen. Position elf und damit sein bislang bestes Ranking hat er gemäss der professionell arbeitenden ATP ohnehin auf sicher.

In seiner persönlichen Hitliste stuft Federer, mit 23 Matchgewinnen nun diesjähriger alleiniger Rekordhalter auf der Tour, den Erfolg sehr weit oben ein: «Der Erfolg gegen Pete Sampras in Wimbledon ist nicht zu toppen. Aber wegen den vielen anderen Punkten, die zusammen kommen, kommt er gleich dahinter.»

Nicht Aussenseiter

Ein Blick auf die Statistik verheisst für den Final zwar nichts Gutes, allein aufgrund der Leistungen in den letzten Tagen wäre Federer aber sogar leichter Favorit.

Aber eben: In fünf Sätzen gegen den 50-maligen Turniersieger Agassi hat Federer gerade einmal zwölf Games gewonnen. Beide Partien sind aber nicht unbedingt repräsentativ: 1998 war Federer in Basel noch ein mit einer Wild Card ausgestatteter Junior, am letzten US Open kam er gerade von einer Verletzung zurück und verschlief den Start völlig. «Wenn er einmal voraus ist, wird es enorm schwierig. Ich muss gut starten und sehr aggressiv spielen», so Federer.

swissinfo und Marco Keller (Si)

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